Gert Stölting feierte 40 Jahre Vorstandsarbeit

Engagiert sich seit 40 Jahren für seine Genossenschaft: Gert Stölting. (Foto: cr)
Von Christian Rubinstein. Am Zweiten Weihnachtstag 1971 wurde Gert Stölting gefragt, ob er nicht im Vorstand der „Wohngemeinschaft Pädagogischer Verein eG“ mitarbeiten wolle. Spontan sagte der Mathematik- und Politiklehrer zu. Am 2. Januar 1972 begann seine Amtszeit in der kleinen Genossenschaft, die ihre Häuser am Altonaer Kinderkrankenhaus hat. Er ahnte nicht, dass daraus ein 40-jähriges Engagement werden würde. Jetzt feierte er Jubiläum.
„Das war für mich eine Ehrensache“, so Stölting. Schließlich war er praktisch von Geburt an Teil der Gensossenschaft. Sein Vater hatte zu den Gründungsmitgliedern gehört. Er selbst bezog hier in den 60er Jahren frisch verheiratet seine erste Wohnung. In der Genossenschaft, 1926 von Altonaer Lehrern gegründet, galt es 200 Wohnungen zu verwalten – und zu modernisieren. „Die Stromleitungen der älteren Gebäude waren noch aus Eisen, dünn wie Bindfaden und mit Papier isoliert“, erinnert sich Stölting. Mehr als ein Haushaltsgerät zur Zeit war da nicht zu betreiben, sonst drohte ein Kurzschluss.
Neben den günstigen Wohnungen ist die gewachsene Nachbarschaft das größte Plus für die 500 Mitglieder der Genossenschaft, die inzwischen Bewerber aus allen Berufen auf ihrer langen Warteliste hat. „Ich kenne noch heute alle Mieter“, so Stölting, der 1997 den Vorsitz im Vorstand übernahm. Im Jahr 2000 ist Stölting als stellvertretender Schulleiter der Schule Othmarscher Kirchenweg in Pension gegangen. Seine Amtszeit in der Genossenschaft endet für den 73-Jährigen im Herbst. Künftig wird er noch mehr Zeit in seinem Kleingarten verbringen, beim Tischtennis bei Altona 93, mit seinen Enkelkindern oder mit Jazzhören.
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