Gehweg-Gastronomen setzen sich durch

Marsch, marsch, zurück - die Regelung, dass auf allen Fußwegen im Bezirk Altona zwei Meter Platz für Fußgänger bleiben muss, hat so viel Protest von Gastronomen und sonnenhungrigen Café-Latte-Trinkern hervorgerufen, dass die Politik wieder zurückgerudert ist: 1.50 Meter reicht auch. (Foto: rs)

SPD und Grüne in der Bezirksversammlung heben Zwei-Meter-Regelung (fast) auf.

Die Bezirksversammlung Altona hat am Donnerstag die vor kurzem eingeführte Neuregelung zur Gehwegbreite wieder zurückgenommen. Bis auf einige Ausnahmen gilt wieder wie vorher: Gastronomen, die ihre Gäste auf dem Gehweg bewirten, müssen dafür sorgen, dass 1.50 Meter Platz für Fußgänger übrig bleibt.
Damit ist die Zwei-Meter-Regelung aufgehoben. Diese sah für Fußgänger zwei Meter Platz statt wie bisher anderthalb Meter vor. Das Ergebnis: Viele Cafés hätten weniger - oder gar keinen Platz mehr - für die Außenbewirtung gehabt. Nicht nur Gastronomen waren dagegen Sturm gelaufen - Tausende von Café-Gästen unterschrieben Protestlisten. Mit Erfolg.
Doch für vier Standorte im Bezirk gilt immer noch die Zwei-Meter-Regelung. Es sind Straßen, die besonders stark frequentiert sind: Ottenser Hauptstraße, Paul-Nevermann Platz, Schulterblatt und Susannenstraße.
Mark Classen, stellvetretender Fraktionsführer der SPD-Fraktion Altona, stellt klar: „Doch auch für diese vier Straßen gilt die Zwei -Meter-Regel nicht unumstößlich. Eine geringere Breite ist nach Prüfung durch das Amt in begründeten Einzelfällen möglich.“
Keine Probleme wird der Paul-Nevermann-Platz am Altonaer Bahnhof machen - dort gibt es kaum Außengastronomie. Die Susannenstraße ist ein Sonderfall - hier wurden Parktaschen zu Gastronomieplätzen umgewandelt. Bleiben Schulterblatt und Ottenser Hauptstraße. Hier sollen die Fußwege weiterhin in zwei Metern Breite frei von Tischen und Stühlen bleiben - vorerst. Denn, so Classen weiter: „Wir lassen prüfen, ob das durchgängig nötig ist oder ob man Ausnahmen machen kann.“
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