Gefahrlos bauen auf dem ehemaligen Pestalozzi-Schulgelände

Wann? 29.02.2012

Wo? Große Freiheit, Hamburg DE
Das ehemalige Schulgelände der Pestalozzi-Grundschule von der Großen Freiheit aus gesehen
Hamburg: Große Freiheit | Sechs Meter tief werden Löcher, in dem ehemaligen Pestalozzi-Schulhofgelände gebohrt, um ebenso lange Rohre aus Kunststoff hineinzustecken, in denen dann eine Sonde herabgelassen wird, die Signale sendet, ob sich dort unten nicht detonierte Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg befinden. Die einzelnen Computergestützten Auswertungen werden vor Ort in einem Hauptrechner, der sich in einem Auto befindet, zu einer Karte zusammengefügt, um eine Gesamtübersicht zu bekommen und bei Gefahr ein schnelles Gutachten erstellen zu können. So die Auskunft von einem sehr freundlichen Mitarbeiter der Kampfmittelbeseitigung. Zum Glück findet sich dort nur noch Altmetall an, wie z.B. eine alte Metalltür oder Stahldrähte und nicht noch ein Blindgänger von 500 Kilo, der wie am 27.02., bei seiner Entschärfung, das Umfeld der großen Freiheit und der kleinen Freiheit, frei von Menschen gehalten hatte. Weil zum Schutz die Bewohner evakuiert werden mussten. Aber egal was für ein Metallstück angezeigt wird, es muss dann gegraben werden, um nachzusehen, was sich dort wirklich in der Erde befindet.
In ca. vier Wochen soll dann gebaut werden. Auf der Fläche des ehemaligen Schulgeländes können nun gefahrlos Mietwohnungen entstehen. Die zwei Schulgebäude aus dem Jahre 1907 (Große Freiheit 63 und 65) werden nicht abgerissen und stehen unter Denkmalschutz, so die Aussage eines Arbeiters.
Auf dem verwilderten Gelände zwischen dem Pestalozzi-Schulgebäude von Gustav Oelsner (Kleine Freiheit 68) und des ehemaligen Pastorat und Küsterhaus der Mennonitischen Gemeinde (Große Freiheit 73/75), darf erst mal nicht gebaggert werden, weil Archäologen nachsehen wollen, ob sich dort noch Reste des Gotteshauses der Mennoniten-Gemeinde befinden, das 1943 durch Bomben zerstört wurde.
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