Gefährliches Rostgeländer an der Elbe

Wer ist für dieses Geländer zuständig - die Hamburg Port Authority oder das Bezirksamt Mitte? Egal - kurz vor Redaktionsschluss wird es geflickt. (Foto: Mann)

Jahrelang nicht kontrolliert: Absperrgitter bei Strand Pauli.

Dieses Geländer und der Rost daran haben Heinz Mann in den letzten fünf Jahren richtig in Brass gebracht. Mehrmals, erzählt er, habe er angerufen - im Bezirksamt, bei der Hafenschutzpolizei, bei der Polizei. So sehr hat er sich über die rostigen Stangen aufgeregt. „Aber keiner macht was. Alle sagen, jemand anders ist zuständig.“
Es geht um das Geländer an der St. Pauli Hafenstraße zur Elbe hin, gleich bei Strand Pauli. Das ist tatsächlich in großen Teilen nur noch Rost. Und stellenweise ist auch kein Rost mehr da - dann muss man sich das Geländer denken. „Wenn da mal einer reinfällt, ist der Jammer groß“, regt sich Mann auf, „und wer vom BeachClub kommt, ist ja nicht immer komplett nüchtern. Da liegt einer schnell im Wasser und kommt nicht wieder raus.“
Das Wochenblatt forschte nach. Leicht ist es nicht, festzumachen, wer für dieses Geländer die Verantwortung hat. Denn eigentlich ist für die Kaimauern, und damit auch für die darauf stehenden Absperrungen, die Hamburg Port Authority HPA zuständig. Die hat sogar eigene Kaiwarte, die regelmäßig kontrollieren.
Aber manche Kaianlagen, wie zum Beispiel die am Fischmarkt, sind ausgenommen. Sie gehören nicht zum Hafengebiet. Diese Anlagen unterliegen der Aufsicht der Bezirksämter.
Und dann gibt es Kaimauern - und Geländer -, von denen man nicht richtig weiß, in wessen Verantwortung sie liegen. Und wen wunderts: Das rostige Geländer bei Strand Pauli gehört in diese Kategorie. „Das ist so ein Übergangsbereich“, erklärt Sorina Weilandt, Sprecherin des Bezirksamts Mitte. Und verspricht, dass sich so schnell wie möglich Bezirksamt und HPA um die Reparatur kümmern werden. Gemeinsam.
Kurz vor Redaktionsschluss die Nachricht: Am Geländer wird geschweißt. Es wird geflickt.
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