Fußgänger-Unterführung wird aufgehübscht

Hell und sauber soll die Fußgänger-Unterführung zwischen Bahnhof und Neuer Großer Bergstraße werden. (Foto: pr)
Als „vollen Erfolg“ verbucht die Gemeinschaft der Einzelhändler aus der Großen und Neuen Großen Bergstraße ECA, eine Entscheidung, die unlängst gefallen ist. ECA-Sprecher Rainer Doleschall: „Die Unterführung unter der Max-Brauer-Allee wird nicht angefasst, sondern nur verschönert!“
Hintergrund waren Pläne der Stadt, die Unterführung grundlegend zu sanieren - ansich ein löbliches Vorhaben, wenn es nicht fast einen Schildbürgerstreich nach sich gezogen hätten. Denn wäre der Tunnel ernsthaft „angefasst“ worden, hätte man die Rampe nach neuesten EU-Vorschriften so umbauen müssen, dass sie Höhe Schillerstraße angesetzt hätte. Der Grund: Nach EU-Bestimmungen ist die Rampe, die aus der Unterführung auf die Neue Große Bergstraße führt, mit acht Prozent Steigung viel zu steil für Behinderte. Würde sie umgestaltet, müsste sie viel flacher werden. Aber: Macht man eine Rampe flacher, wird sie auch viel länger - eine neue, vorschriftsmäßige Rampe hätte die gesamte Neue Große Bergstraße wie einen Graben längs gespalten. Die Mitglieder der „EinkaufsCityAltona“ waren die ersten, die auf diese Gefahr hinwiesen.
Der aktuelle Entwurf verzichtet auf die neue Rampe. Der Entwurf von „arbos Landschaftsarchitekten“ verkleidet die Südwand der Unterführung - auf beiden Seiten ein Stück über den Tunnel hinaus - mit einer Metallfassade, in die von hinten beleuchtete Motive eingeschnitten sind. Entlang dieser Wand wird es Platz für Händler mit kleinen Geschäften geben.
Die Nordwand - also rechts, wenn man aus der Großen Bergstraße kommt - soll gründlich geputzt werden und dann für Wandmalereien oder für Ankündigungen und Nachrichten aus dem Stadtteil zur Verfügung stehen. Zwischen der Unterführung und dem Eingang zum S-Bahnhof soll das Gewirr von Rampen und Podesten verschwinden. 2012 soll mit der Umgestaltung begonnen werden, im Sommer 2013 alles fertig sein.
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