Fußball-Jubel made in Altona

Die Band Reservebank mit Bassist Siggi (33), Drummer Hannes (24), Sänger Willi (33) und Gitarrist Eugen (37) hat den alten Hit „Sieben Tage lang“ zu einem EM-Song aufgemotzt: „Was wollen wir jubeln?“ (Foto: pr)

Vier Musiker haben den Bots-Hit „Sieben Tage lang“ in einen furiosen EM-Song verwandelt: „Was wollen wir jubeln?“

Von Reinhard Schwarz

Ein Song macht Karriere im Internet: Die Band Reservebank hat aus dem 1980er-Song „Sieben Tage lang“ der holländischen Gruppe Bots ein Lied zur Fußball-Europameisterschaft gemacht und mit einem neuem Text versehen: „Was wollen wir jubeln?“ Die Gruppenmitglieder Willi (33, Gesang), Siggi (33, Bass), Hannes (24, Schlagzeug) und Eugen (37, Gitarre) haben dem Song neuen Schwung gegeben. Das Elbe Wochenblatt am Wochenende sprach mit den vier Musikern aus Hamburg, Rotenburg/Wümme, Osnabrück und Nürnberg.

Elbe Wochenblatt (EW): Wie kamt ihr darauf, das Lied „Sieben Tage lang“ von den Bots umzutexten? Wer hatte die Idee? Wo habt ihr den Song zuerst gehört – bei euren Eltern?
Willi: „Zunächst einmal ist das Lied noch viel älter als das, was man von den Bots kennt. Das Lied stammt nämlich aus dem Jahre 1929 und ist ein bretonisches Volkslied. Aber trotzdem habe wir es auch als ,Sieben Tage lang’ kennengelernt und haben uns in die Melodie verliebt. Das Projekt wurde vor einem halben Jahr von zwei Freunden aus Altona erdacht, die auch den Text geschrieben haben. Der Text ist lustig, die Idee cool und so war es um uns geschehen.“

EW: Wie kommt das Stück beim Publikum an?
Hannes: „Die Reaktionen sind besser als erwartet. Wir bekommen ‘ne Menge Zuspruch und viele E-Mails. Selbst einige Radio- und Fernsehsender haben schon danach gefragt.“

EW: Wie und wann entstand die Band? Wie habt ihr euch kennengelernt?
Willi: „Für die Umsetzung ist ,halb Deutschland’ zusammengekommen: Neben dem Gitar-risten, einem Musiklehrer aus Nürnberg, der dem Song musikalisch seinen Stempel auf-drückte, ist ein Drummer aus Osnabrück dabei, am Bass spielt mein Bruder aus Hamburg, und ich übernehme den Gesang.
Unsere beiden Kollegen aus Altona kümmern sich um alles andere, was so anfällt, wie Videodreh, Marketing und Korrespondenz.“

EW: Gibt es musikalische Vorbilder? Der Song „Was wollen wir jubeln“ klingt nach Fun-Punk, seid ihr Punks?
Eugen: „Wir sind eher so in der Metal-Szene beheimatet, aber sind trotzdem für alle Musikrichtungen, die Richtung Rock gehen, offen.“

EW: Wie kamt ihr auf den Namen „Reservebank“? Das hat mit Fußball zu tun?
Willi: „Das war eine spontane Idee. Da wir nie so die Fußball-Asse waren, haben wir uns gedacht, dass wir eher einen Stammplatz auf der Reservebank hätten, von wo aus wir die richtigen Sportler moralisch unterstützen können.“ (lacht)

EW: Habt ihr schon eine CD oder mehrere veröffentlicht? Was kommt als Nächstes?
Willi: „Das war unser erstes Projekt, aber wir haben noch weitere Ideen und auf jeden Fall Bock, weiterzumachen.“

EW: Was macht ihr beruflich?
Willi: „Vom Gitarrenlehrer bis hin zum Erzieher ist alles vertreten.“

EW: Wer wird Europameister 2016?
Siggi: „Die Frage ist nicht dein Ernst, oder?“ (lacht)

EW: Wir haben verstanden. Wo seid ihr während der EM?
Siggi: „Entweder zu Hause im Garten oder am Heiligengeistfeld.“ (lacht)

EW: Gibt es Einladungen zu Auftritten bei Public Viewings?
Eugen: „Ja, wir sind gerade im Gespräch mit einem Veranstalter der Kieler Woche.“

EW: Was sind eure Lieblingsvereine, HSV oder FC St. Pauli?
Hannes: „Von beiden etwas. Aber während der EM ist das natürlich nebensächlich. Hier stehen wir gemeinsam hinter unserer Nationalelf.“

EW: Wo können euch die Leser demnächst sehen?
Willi: „Für konkrete Tourdaten ist es noch zu früh. Besucht unsere Homepage oder unsere Facebookseite, um über neueste Veranstaltungen informiert zu werden!“

www.reservebank-band.de
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