Fünf Jahre am Stintfang

JUKZ-Leiter Christoph Gregg vor dem Billardtisch. Foto: cvs
Hamburg: JUKZ |

Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche: Das JUKZ feiert ein kleines Jubiläum

Von Christopher von Savigny. Im Eingangsbereich des Jugend- und Kulturzentrums Neustadt (JUKZ) steht ein gut ausgeleuchteter Billardtisch, dessen Kugeln bereits auf den Eröffnungsstoß zu warten scheinen. Fußballfreunden steht alternativ ein Kickertisch zur Verfügung. Wer möchte, kann auch auf einem gemütlichen Sofa Platz nehmen oder ein Getränk an der Bar zu sich nehmen: Wenn JUKZ-Leiter Christoph Gregg mittags die Eingangstür aufschließt, ist das Haus auf seine jungen Besucher und deren Bedürfnisse vorbereitet. In diesem Herbst feiert die Einrichtung in der Hamburger Neustadt ihren fünften Geburtstag am Standort Stintfang.
Insgesamt ist das JUKZ deutlich älter als bloße fünf Jahre: So hatte sich der Verein bereits 1984 gegründet. Ursprünglich sollte damit die Schließung der Bücherhalle Kohlhöfen verhindert werden – was immerhin zwölf Jahre lang gelang. Platzmangel war all die Jahre eines der größten Probleme. Erst der letzte Umzug von der Peterstraße (Nutzfläche: etwa 100 Quadratmeter) in den Alfred-Wegener-Weg (etwa 1.000 Quadratmeter) schaffte hier gründliche Abhilfe.

Die Grünen machen sich für einen Aufzug stark

Das JUKZ ersetzte das alte, vom Bezirk getragene Haus der Jugend (HdJ) – aus dem kommunalen wurde ein freier Träger. Die neue Eigenständigkeit hat Vor- und Nachteile: So müssen Fördergelder Jahr für Jahr neu beantragt werden. Dafür darf die Einrichtung jetzt frei darüber bestimmen, was sie machen möchte. „Wir können auf der Autobahn auch mal rechts überholen“, so drückt es Gregg aus.
Durchschnittlich 72 Kinder, Jugendliche und Jungerwachsene zwischen sieben und 24 Jahren besuchen das JUKZ pro Tag. Der größte Teil geht auch zur Stadtteilschule am Hafen, für die das Jugendzentrum teilweise die Ganztagsbetreuung übernimmt. Zu den zahlreichen Angeboten des JUKZ gehören eine Kreativwerkstatt, ein Musikstudio und ein Kurs für gesundes Kochen („Food Club“), außerdem Hausaufgabenhilfe und Berufsberatung. Geöffnet hat das Haus täglich bis auf sonnabends.
Zwecks Barrierefreiheit soll das JUKZ auf Antrag der Grünen in der Bürgerschaft im nächsten Jahr einen Außenaufzug erhalten. 250.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 sind bereits genehmigt. Die noch fehlenden 100.000 Euro soll das Bezirksamt beisteuern.
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