Frauenmusikzentrum braucht 185.000 Euro in neun Tagen

Setzt sich für das Frauenmusikzentrum in Ottensen ein: Geschäftsführerin Maria Pallasch. (Foto: pr)

FMZ muss Geld aufbringen, um seine Räume in Ottensen zu behalten.

Von Angela Dietz.
Sie haben wenig Zeit, um viel Geld aufzutreiben: Bis Ende Mai braucht das Frauenmusikzentrum (FMZ)185.000 Euro. Klappt das, könnte die einmalige Kultureinrichtung möglicherweise in der Großen Brunnenstraße 63a in Ottensen bleiben. Hier wurde sie vor 25 Jahren gegründet.
Dem FMZ wurde Anfang des Jahres der Mietvertrag gekündigt. Der Vermieter will Teile des Gebäudes für etwa eine Million Euro verkaufen. Aber es gibt Hoffnung:Eine große Hamburger Stiftung wäre bereit, das Gebäude zu kaufen und dann zu einem moderaten Preis an das FMZzu vermieten, so der Vorstand des Vereins. Der Haken:Das Musikzentrum muss dafür besagte 185.000 Euro selbst beisteuern. „Wir haben noch bis Ende Mai Zeit, um das Geld aufzutreiben“, sagt Maria Pallasch, Geschäftsführerin des FMZ, „so ist es mit dem Vermieter vereinbart.“
Wie soll das gehen? Natürlich mit Musik:Kioka Junica hat den Solidaritätssong „Ich geh nur noch mit Musik ins Bett“ geschrieben. Für 99 Cent kann der Titel im Internet gekauft werden. Die Kalkulation: Auch wer wenig Geld hat, kann sich an der Rettung der Musik-Räume beteiligen – nur müssen es eben sehr viele sein, die mitmachen.
Für Donnerstag, 7. Juni, lädt das FMZ zu einem Benefizkonzert ins Knust, Neuer Kamp 30, ein. Neben den Hausbands wie „Annie Anyway“ und „Yu`n Zu“ spielen dort auch viele Hamburger Popmusikerinnen wie Catharina Boutari, die sich jüngst mit der Band „Puder“ neu erfand. Auf der Altonale im Juni bespielt das FMZ dann die Mottebühne den ganzen Sonntag lang. Dort ist dann unter anderem die „BigBandBertha-Blau“ zu sehen und zu hören.
Trotz aller Mühen um das Geld stellen sich die Aktiven des FMZ auch darauf ein, dass ihr Rettungsplan scheitert. „Klar arbeiten unser Team und die Vereinsfrauen auch an Plan B“, erklärt Geschäftsführerin Pallasch. „Wir sind im Gespräch mit der Stadt und der Kreativgesellschaft.“
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