Flüchtlingswelle erreicht Altona

Die dünnen Zelte sollen bald Containerbauten weichen, damit die Flüchtlinge, die in der Erstunterkunft an der Schnackenburgallee leben, nicht frieren müssen.

Neue Unterkünfte sollen an der Schnackenburgallee, der August-Kirch-Straße und an der Luruper Hauptstraße entstehen.

Die Flüchtlingszahlen explodieren, auch in Hamburg. Verzweifelt versucht die Stadt, die Situation in den Griff zu bekommen. Der Bezirk Altona muss seinen Teil tun und schnellstmöglich neue Standorte für die Unterkunft von Flüchtlingen suchen. Sicher ist die Erweiterung der Erstunterbringung Schnackenburgallee. Verhandelt wird derzeit über die Standorte August-Kirch-Straße und Luruper Hauptstraße.
Im November 2012 bat Innensenator Michael Neumann die Altonaer Politik um Platz für Flüchtlinge im Bezirk. Vorläufig bis März 2013 sollten Wohncontainer für rund 120 Flüchtlinge auf dem Durchreiseplatz der Sinti und Roma an der Schnackenburgallee 81 aufgestellt werden. Schon im September stand fest: Der Platz wird länger gebraucht werden müssen, viel länger. An Abbau ist nicht zu denken. Im Gegenteil: Es werden noch mehr Flächen gebraucht. Inzwischen wurden auf dem benachbarten Parkplatz Braun Zelte aufgebaut, die rechtzeitig zu Beginn des Winters gegen Container ausgetauscht werden sollen. Rund 320 Menschen finden darin Platz. Doch auch das reicht nicht. Die neue Vorgabe:  Raum für 600 Menschen.
In den Erstunterkünften bleiben Flüchtlinge, Zuwanderer und Asylbewerber nach ihrer Ankunft drei Monate. Danach ziehen sie im Regelfall um – ebenfalls in öffentliche Unterbringung, wie zum Beispiel in das Pavillondorf Sieversstücken in Sülldorf, das im neuen Jahr um knapp die Hälfte erweitert wird. Aber auch dieser Platz reicht nicht aus. Händeringend sucht die Sozialbehörde nach weiteren Standorten für Wohnunterkünfte.
In Frage dafür kommen im Bezirk Altona an der August-Kirch-Straße eine brachliegende Fläche auf dem Gelände der Trabrennbahn. Dort sind vor mehreren Monate marode Stallungen abgerissen worden. Über dieses Gelände verhandelt die Stadt zurzeit mit den Pächtern und Betreibern der Rennbahn, dem Hamburger Trab-Zentrum e.V..
Die Anwohner in den angrenzenden Reihenhäusern wurden noch nicht informiert. Dem Wochenblatt sagte eine Nachbarin, sie stehe dem Vorhaben prinzipiell positiv gegenüber, Flüchtlingen müsse geholfen werden. Allerdings erwarte sie von der Stadt, bei konkreter werdenden Planungen die Nachbarn zu informieren, damit sie sich ein fundierte Meinung bilden könnten.
Auch der Trainingsplatz des Vereins für Deutsche Schäferhunde an der Luruper Hauptstraße neben Parkplatz Grün soll Standort für Wohnunterkünfte werden. In diesem Fall wird der Hundeplatz auf die Tennisplätze am Kielkamp verlagert.
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