Flamencoschüler suchen ein Zuhause

Stolz, Würde, Leidenschaft: Wer Rocío Osorio beim Tanzen zusieht, versteht sofort, was sie ausdrücken will. Foto: Anja Beutler

30 Quadratmeter reichen: Bahrenfelder Tanzlehrerin braucht neuen Unterrichtsraum

Von Christopher von Savigny. „Flamenco“, sagt Rocío Osorio, „ist mehr als nur ein Tanz – Flamenco ist Therapie!“ Schon bei vielen ihrer Schülerinnen – überwiegend handelt es sich um Frauen – habe sie eine geradezu erstaunliche Entwicklung feststellen können: „Sie richten sich mehr und mehr auf, auch innerlich. Das Tanzen macht selbstbewusst und führt letztendlich zu einer besseren Haltung.“
Seit 14 Jahren erteilt die gebürtige Mexikanerin Flamenco-Unterricht in der Hansestadt. Zurzeit leitet sie drei Kleingruppen mit jeweils zwei bis drei Teilnehmerinnen, außerdem unterrichtet sie Kindertanz an verschiedenen Hamburger Kitas. Allerdings muss der Flamencotanz für Erwachsene derzeit auf ihrem eigenen Bahrenfelder Dachboden stattfinden – auf einer Fläche von gerade mal 15 bis 20 Quadratmetern.
„Im Juli wurde mir letztmals ein Tanzraum in Ottensen gekündigt, weil der Vermieter den Platz selbst brauchte“, berichtet Osorio. Es sei leider äußerst schwierig, etwas Neues zu finden, das zudem einigermaßen bezahlbar sei. „Ich suche einen Raum im Hamburger Westen mit etwa 30 Quadratmetern“, sagt sie. Und am besten mit stabilem Holzfußboden, wegen der Tanzschritte, die auch als „Fuß-Percussion“ bezeichnet werden. Bei Bedarf könne sie auch einen speziellen Tanzteppich mitbringen. Zeiten: Vorzugsweise mittwoch- und donnerstagsabends. Wer eine Idee hat – oder gar einen Raum zu vermieten – wird gebeten, sich bei Osorio zu melden (Kontakt unten).
Schon vor ein paar Jahren hatte das Elbe Wochenblatt über das Thema berichtet. Damals unter der Überschrift „Die Flamenco-Familie“: Zusammen mit ihrem deutschen Ehemann Jürgen (Gitarre) und der gemeinsamen Tochter Vanessa (19, Cajón beziehungsweise „Kistentrommel“) tritt Rocío Osorio (Tanz und Gesang) immer mal wieder öffentlich auf. Der Name des Familientrios lässt sofort an den letzten Mittelmeerurlaub denken: „Mar y Arena“ („Meer und Sand“).
Schon als 15-jährige Schülerin fand Osorio zum Flamenco – und seither hat er sie nicht mehr losgelassen. „Stolz, Würde, Leidenschaft, Freude, Schmerz und Humor: Ich kenne keinen Tanz, der so viele unterschiedliche Gefühlslagen vermitteln kann“, sagt sie.

❱❱ Infos/Kontakt: www.flamenco-tanz-hamburg.de
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.