Feuer am Strand, Konzert im Michel

Den ganzen Sonnabend lang werden am Elbstrand die Holzhaufen aufgeschichtet, die in der Osternacht abgebrannt werden.

Das Wochenblatt gibt Tipps für die Osternacht.

Da gibt es nichts dran zu rütteln: Hamburgs schönste Osterfeuer brennen am Elbufer zwischen Oevelgönne und Blankenese.
Den gesamten Oster-Sonn-abend lang werden Freiwillige dort Holzhaufen aufschichten, die abends nach Anbruch der Dunkelheit angezündet werden und dann stundenlang die Nacht erleuchten. Eine Hamburger Tradition und ein Anzehungspunkt für Besucher aus ganz Deutschland und der Welt: Tausende pilgern, vorausgesetzt das Wetter spielt mit, hinab an den Elbstrand.
Viele buchen sich Karten für eine Osterfahrt auf einem Schiff. Denn den besten Ausblick auf die Osterfeuer an Nord- und Südufer der Elbe hat man vom Wasser aus. Fahrten werden unter anderem auf der „Louisiana Star“ der Rainer
Abicht Elbreederei, der „MS Hanseatic“ und der „MS Commodore“ von Barkassen Meyer und auf der „Mississippi Queen“ von Kapitän Prüsse angeboten. Die Schiffe starten üblicherweise an den Landungsbrücken und fahren bis knapp vor Wittenbergen und wieder zurück; die Fahrten dauern je nach gebuchtem Schiff drei bis fünf Stunden.
Entlang des großen norddeutschen Flusses haben Osterfeuer Tradition. Licht und Wärme des Feuers sollen den Winter austreiben – der ursprünglich heidnische Brauch, zu Beginn der warmen Jahreszeit große Scheiterhaufen abzubrennen, hat sich ins Christentum herübergerettet. Die Tradition wurde übernommen, das Frühlingsfeuer zum Osterfeuer. Heute symbolisiert das Licht Christus und Christi Auferstehung. In den Kirchen wird deshalb um Mitternacht zur Feier des Ostersonntags und der Auferstehung die Osterkerze angezündet.
Wer es feierlich und musikalisch haben möchte, dem sei die Oster-Orgelnacht im Michel, Hamburgs Hauptkirche St. Michaelis, Englische Planke 1, ans Herz gelegt. Seit rund 40 Jahren ist es hier gute Tradition: Vier Stunden Orgelkonzert bei freiem Eintritt. Die diesjährige „Osternacht mit Johann Sebastian Bach“, beginnt am Sonnabend, 4. April, um 20 Uhr. Im stündlichen Wechsel spielen die Kirchenmusikdirektoren Manuel Gera und Christoph Schoener an den Orgeln des Michel.
Zum Abschluss dieser festlichen musikalischen Osternacht, zu der Zuhörer kommen und gehen können, wann sie mögen, wird um 24 Uhr das Oster-Evangelium gelesen, und es erklingt der Choral „Christ ist erstanden“.
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