Falsche Zahlen bringen Schule in Verruf

Für das Gymnasium Altona veröffentlichte Kosten zur Beseitigung angeblicher Vandalismus-Schäden waren viel zu hoch – ein Datenfehler.

Die Veröffentlichung falscher Zahlen hat das Gymnasium Altona und seine Schüler in Verruf gebracht.
Hausen die Schüler des Gymnasiums Altona wie die Vandalen in ihren Klassenräumen, schlagen sie regelmäßig Tische und Stühle in Stücke? Ein Zeitungsbericht Mitte Mai hatte das nahegelegt. Dort stand, das Gymnasium Altona habe von allen Hamburger Schulen die höchsten Schäden durch Vandalismus zu verzeichnen. Eine gewaltige Summe – 103.614 Euro – habe man hier im Jahr 2014 in die Reparatur mutwillig verursachter Schäden stecken müssen.
Jetzt stellte sich heraus: Alles falsch. Dem Bericht lagen verkehrte Zahlen zugrunde. Der Artikel beruhte auf einer schriftlichen Kleinen Anfrage der Bürgerschaft an den Senat. Der Antwort war eine Übersicht von Vandalismus- und Sachbeschädigungen, sortiert nach Schulen und Jahrgängen, beigefügt, die für das Gymnasium Altona eine Schadenshöhe von 103.614 Euro vermerkte. Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde: „Wie eine Überprüfung der Datenstände ergeben hat, handelt es sich bedauerlicherweise um eine fehlerhafte Eintragung in der zugrunde liegenden Datenbank. Die tatsächliche Schadenshöhe lag im Schuljahr 2014 bei rund 12.000 Euro, also nur einem Bruchteil der fälschlich gemeldeten Summe.“
Diese Zahl sei vergleichbar mit den Zahlen an vielen Hamburger Schulen und damit nicht der besorgniserregende Ausreißer, der sie zuerst zu sein schien. Albrecht: „Kein Anlass für Beunruhigung.“
Stefan Grübel, Schulleiter am Gymnasium Altona, ist erleichtert: „Wenn man bedenkt, dass in diese Summe die Beseitigung von drei Einbruchschäden miteinfließt, liegt die Summe für die Beseitigung echter Vandalismus-Schäden bei unter 10.000 Euro. Das ist immer noch hoch genug, aber in einer Schule mit 950 Schülern auf engem Raum leider nicht zu verhindern.“
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