Fahrradstellplätze - Gibt es ein Konzept?

Die Grünen konnten im Koalitionsvertrag nicht allzuviel durchsetzen. War da irgendwas? Achja der Radverkehr soll ausgebaut werden. Naja, ob die Grünen nun mit im Boot sind oder nicht. In Zeiten, in denen schon das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die Leitlinie herausgibt, die autogerechte Stadt zurückzubauen, kommt wohl keine Kommune daran vorbei. Nicht mal Hamburg.
http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Downlo...

Anfang September wurde in der Presse bejubelt, dass es in Hamburg nun eine Radverkehrskoordinatorin gibt, die ehemals den Landesvorsitz des ADFC innehatte. Das klingt erstmal gut. Nur zu gern, würde ich die Dame mal kontaktieren. Mailadresse oder Telefonnummer konnte ich jedoch nicht ausfindig machen. Na, das Konzept zur BürgerInnenbeteiligung ist noch ausbaufähig.

Vor etwa drei Jahren meldete ich dem Fahrradbeauftragten des Bezirks Altona, dass ich in meiner Straße keine Möglichkeit habe, mein Fahrrad sicher anzuschließen. Manchmal habe ich sogar Schwierigkeiten mit dem Fahrrad durch die parkenden Autos auf die Fahrbahn zu gelangen. Damals wurde mir gesagt, dass die Mittel für Fahrradständer zur Zeit ausgeschöpft seien. Inzwischen sind an vielen Orten Fahrradständer installiert worden. Ich bin mir jedoch sicher, dass eingegangene Anfragen für die Auswahl der Stellplätze eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben. In der Waidmannstraße wird von den 13 Ständern hin und wieder ein Stellplatz genutzt. An der S-Bahn Station Diebsteich wurden die Fahrradständer gar für so überflüssig gehalten, dass sie hinter einem Bauabsperrgitter verschwinden dürfen.

Wird es wohl in absehbarer Zeit ein Konzept geben, so dass Fahrradständer wirklich dort aufgestellt werden, wo sie gebraucht werden? Gerade an diesen Stellen kann ich keine Verbesserung feststellen. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft SAGA GWG schafft es vielerorts nicht, Fahrradstellplätze vor ihren Gebäuden aufzustellen. Das ist schon schlimm genug. Hinzu kommt, dass die BesitzerInnen auch noch aufgefordert werden, ihr Fahrrad zu entfernen, wenn sie es an der Gartenbegrenzung befestigen. Ansonsten, so wird gedroht, "wird das Fahrrad entsorgt".
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