Es regnet im Altonaer Bahnhof

Wer trockenen Fußes vorankommen will, muss Umwege gehen oder hüpfen.

Im Altonaer Bahnhof tropft es von der Decke -
niemand weiß, woher das Wasser kommt

Wäre der Altonaer Bahnhof ein Schiff, würden die Alarmglocken schrillen: Wasser unter Deck! Im Untergeschoss, unter anderem vor dem Lidl-Markt, tropft das Wasser aus der Decke. In Lachen und Pfützen steht es auf dem Boden, wird hier und da notdürftig in roten Wischeimern aufgefangen. Wer nasse Füße oder feuchte Hosenaufschläge vermeiden möchte, muss hüpfen oder Umwege gehen. Nur die Tauben freuen sich: Zierlich trippeln sie um die Eimer herum und genehmigen sich ein Schlückchen.
Das nasse Problem ist nicht neu: Seit Jahren tropft es im Untergeschoss des Bahnhofs, wenns draußen schneit oder regnet.
Frage an Sabine Brunkhorst, Sprecherin der Deutschen Bahn: „Woher kommt das Wasser? Und wie stehen die Aussichten, den Bahnhof trocken zu bekommen?“ Sabine Brunkhorst: „Wir haben gemeinsam mit der Stadt mehrere Gutachten eingeholt .... aber wir sind ratlos. Es ist nicht klar, woher das Wasser genau herkommt.“
Das Grundproblem, so Brunkhorst weiter: „Über diesem Teil des Bahnhofs sind mehrere verschiedene Straßen- und Platzbeläge: Taxenstand, Gehweg, Busbahnhof, Straße. Irgendwo dort sickert das Wasser ein - das kann 100 Meter weit weg sein - und bahnt sich seinen Weg bis ins Bahnhofs-Untergeschoss. Wasser sucht sich eben seinen Weg.“ Inzwischen sei eine mittlere fünfstellige Summe in Gutachten und Reparatur-Versuche gesteckt worden – alles vergeblich.
Kurz: Da man nicht rauskriegt, wo das Wasser herkommt, bekommt man das Problem auch nicht in den Griff. So wird immer nur an den Symptomen herumgedoktert: Öfter mal aufwischen, Eimer aufstellen, ab und zu eine Stelle an der Decke abdichten...
Eins versichert die Bahnsprecherin allerdings: Angst davor, dass sich die Decke vollsaugt und runterkommt, brauche keiner zu haben: „Niemandem wird die Decke auf den Kopf fallen!“
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