Es knallte bei den Wäsche-Feen

Kurz nach der Explosion: Die Polizei sucht nach Spuren in der Friedrichstraße vor der Wäscherei Die Wäsche-Feen. (Foto: hm)

Sprengstoffexplosion vor Wäscherei in der Friedrichstraße.

Ohrenbetäubend war der Rumms kurz nach 21 Uhr am Montagabend in der Fried-richstraße. „Das Domfeuerwerk war gar nichts dagegen“, sagt Augen- (und Ohren-)zeuge Heinz Mann, der in der Nachbarschaft wohnt. Das Schau-fenster der Wäscherei Die Wäsche-Feen zerbarst, im benachbarten Haus fiel von der Wucht der Druckwelle die Scheibe aus dem Flurfenster über der Haustür.
Die Feuerwehr rückte an - aber ein Feuer gab es nicht. Polizei und Feuerwehr vermuteten zuerst, dass einer der gasbetriebenen Trockner hochgegangen sein könnte. Die Gasleitungen wurden überprüft. Das Ergebnis: Kein Leck, das zu einer Verpuffung hätte führen können. Dafür fanden Polizeibeamten etwas anderes: Vor dem Ladengeschäft lag eine weiße Plastiktüte mit Resten von Feuerwerkskörpern. Nun wird vermutet, dass ein illegaler, sogenannter „Polenböller“ gegen die Scheibe der Wäsche-Feen geschleudert worden war.
Heinz Mann: „Mir haben Leute aus dem Zirkusweg - mehr als einen Kilometer weit weg - berichtet, dass der Knall sogar dort zu hören war. Und aus dem Hotel gegenüber von der Wäscherei kamen Leute, die sich darüber beklagten, dass sie nichts mehr hören konnten.“ Denen sei angeboten worden, ins Krankenhaus transportiert zu werden, sie hätten aber abgewartet und dann berichtet, dass das Gehör langsam wiedergekommen sei, erzählt Mann weiter.
Verletzt wurde niemand. Die Wäsche-Feen nahmen ihre Arbeit schnell wieder auf. Viele Kiez-Gastronomen lassen ihre Tischwäsche hier waschen und mangeln.
Sprengstoffexperten der Polizei ermitteln.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.