Erschossen auf der Holstenstraße

Das Taxi (hinten), in dem sich der Fahrer um den zu Tode verletzten, angeschossenen Ali Ö. gekümmert hatte, wurde von Polizeibeamten auf Spuren untersucht. Die Holstenstraße war abgesperrt. (Foto: Heinz Mann)
Von Julian Taraz.
Am Sonntag, 24. Juni, ist Ali Ö. gegen 5.05 Uhr von einem Unbekannten angeschossen worden und anschließend auf der Holstenstraße verstorben.
Passanten hatten den blutenden 22-Jährigen auf der Fahrbahn bemerkt; ein vorbeifahrender Taxifahrer verständigte den Rettungsdienst und kümmerte sich um den Schwerverletzten. Der Angeschossene schleppte sich mit letzter Kraft auf die andere Straßenseite zum Eingang der Endoklinik und brach dort zusammen. Erwartete er dort Hilfe? Die Endoklinik ist auf orthopädische Fälle spezialisiert und hat keine Notaufnahme.
Der herbeigerufene Notarzt konnte ihn zwar wiederbeleben, aber Ali Ö. starb, nachdem er in die Asklepios Klinik Altona gebracht worden war, an seinen inneren Verletzungen.
Sechs Monate zuvor war Ali Ö. schon einmal in eine Schießerei verwickelt gewesen, allerdings als Täter. Er war einer von drei Männern, die den Betreiber eines Lokals auf den Kiez anschossen. Einige Tage nach dieser Tat stellte sich Ali Ö. der Polizei. Er wurde zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Fiel der 22-Jährige jetzt im Zusammenhang mit dieser Tat einem Racheakt zum Opfer?
Der Schütze soll 1,70 bis 1,75 Meter groß sein und war mit einen gemusterten Oberhemd und blauer Jeans bekleidet. Der vermutlich südländische Täter ist von schlanker Statur. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt unter Tel 428 65 67 89 entgegen.
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