Er ist der Chef von 45 Pastoren

Pastor Frie Bräsen arbeitet seit Mitte Juni als Propst für die Propstei Altona-Blankenese übernommen. (Foto: Monika Rulfs)

Der neue Propst der Evangelischen Propstei Altona-Blankenese Frie Bräsen tritt sein Amt an

Von Julia Vellguth

Die Propstei Altona-Blankenese – eine von dreien im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein – hat einen neuen Propst: Der 52-jährige bisherige Gemeindepastor Frie Bräsen hat ein halbes Jahr nach seiner Wahl seinen Dienst angetreten. Zu Beginn der Sommerferien wird er mit seiner Frau und seinen vier Kindern in der Propst-Villa am Blankeneser Markt einziehen. Er hat schon die ersten seiner Gemeinden besucht. Für die nächsten Wochen hat sich Frie Bräsen vorgenommen, alle 20 Kirchengemeinden seiner Propstei zu besuchen, um ihre Gemeinderäte und die 45 Pastoren persönlich kennenzulernen.

Die Musik aus Tansania ist in Erinnerung geblieben
Geboren wurde Frie Bräsen in Tansania, wo er bis zum Alter von neun Jahren als Sohn eines Missionars lebte. Was ihm besonders in Erinnerung
geblieben ist. Der Gesang der Menschen dort. Die Texte
der Lieder habe er als Kind nicht verstanden, aber die Melodien habe er mitreißend gefunden, erinnert sich der Theologe. Dass man Fremde ableht, sei ihm schon durch seine Zeit in Tansania gänzlich unverständlich.
Seine Jugend verbrachte Frie Bräsen in Bad Schwartau. Stark geprägt hat ihn auch seine Großmutter: Sie sei als Pastorenfrau theologisch sehr gebildet und immer neugierig auf das gewesen, was ihn bewegt habe, erinnert sich Briesen. Das seien für ihn sehr wichtige Gespräche gewesen.
1997 übernahm Frie Bräsen im landeskirchlichen Jugendpfarramt eine Stelle als Schülerpastor. „Ich hatte Glück, dass ich sofort eine Stelle bekommen habe, weil ich viel Erfahrung in der Jugendarbeit mitbrachte“, erklärt der Theologe. Schon als Jugendlicher und im Studium war er regelmäßig ehrenamtlich in der kirchlichen Jugendarbeit tätig gewesen.
Mit dem Hamburger Westen hatte Frie Bräsen bisher überwiegend positive Begegnungen: „Wir fühlen uns hier als Familie willkommen. Diese
Erfahrung macht man mit vier Kindern nicht immer.“ Am Sonntag, 26. Juni, wird der neue Propst in einem feierlichen Gottesdienst in der Ottensener Christianskirche um 15 Uhr in sein Amt eingeführt.

Stationen
Nach dem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr zog Bräsen 1985 nach Hamburg, studierte Evangelische Theologie. Sein Vikariat absolvierte er in Flensburg. Ab 2002 arbeitete Frie Bräsen in St. Johannis in Harvestehude in der Evangelischen Studierendengemeinde, in der Hauptkirche St. Katharinen
sowie in der Flussschifferkirche. Seit 2005 war er dann
Gemeindepastor an St. Gertrud in Uhlenhorst.
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