Eine Motte als Grabsteinschmuck in Ottensen?

Symbol des Entpuppens von der Raupe zum Schmetterling, vom Tod zur Auferstehung!
Hamburg: Klopstockstraße | Auf dem Friedhofsgelände in Ottensen, bei der Christianskirche, befindet sich ein Grabstein, auf dem scheinbar, zu Ehren des Verstorbenen, eine Motte als Grabsteinschmuck mit eingefügt wurde.
Beim näheren Betrachten bemerkte ich tiefe Löcher, die in beiden Flügeln hineingearbeitet wurden.
Man könnte meinen, das der Künstler es so darstellen wollte, das Motten sie verursacht haben.
„Hast du die Motten?“, wurde nachgefragt, wenn ein Arbeitsuchender sich vor 1900, in Ottensen, um Arbeit bewarb. Damit war die Tuberkulose gemeint, die nach und nach die Lunge so aussehen lassen hatte, als wären Motten über sie hergefallen. Feuchte Arbeits- und Wohnplätze haben diese Krankheit entstehen lassen. Die Angestellten mussten hinzu dicht beieinander arbeiten und somit erhöhte sich die Ansteckungsgefahr. Noch heute ist der Stadtteil Ottensen auch unter den Namen Mottenburg bekannt.
Könnte es sein, das die Motte auf dem Grabstein darauf hinweisen soll, das hier jemand an Tuberkulose verstarb? Neugierig sah ich mich auf dem Friedhofsgelände weiter um, ob es dort noch andere Grabsteine mit „Motten“ gab. Nach einer Weile fand ich tatsächlich, tief im Gebüsch versteckt, ähnliche Symbole.
Lag ich aber mit meiner Vermutung richtig? Handelt es sich wirklich auf den Grabsteinen um Mottensymbole?
Michael Fridetzky, Pastor der Hauptkirche Altona St. Trinitatis, konnte mir Auskunft geben :„Es handelt sich bei dem Symbol nicht um eine Motte, sondern um einen Schmetterling und der soll bedeuten:“Symbol des Entpuppens von der Raupe zum Schmetterling, vom Tod zur Auferstehung!“
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