„Eine Chance für den Stadtteil“

Musikclubbetreiber John Schierhorn plant für die Brammerfläche eine Art Stadtteilzentrum mit Wohnungen, Clubs, Kita und Geschäften. „Wir haben jetzt die einmalige Chance“, sagt er. (Foto: cvs)

Wohnen, Kita und Clubs unter eine Dach: Initiative stellt Konzept für Brammerfläche vor

von Ch. v. Savigny, Sternschanze - Es geht um eines der letzten großen Baugrundstücke Altonas: Auf der sogenannten „Brammerfläche“, benannt nach einem Autohaus, das sich Anfang der 90er Jahre dort ansiedeln wollte, könnte innerhalb der nächsten Jahre ein großer Wohnkomplex mit Studentenwohnheim, Geschäften und einer Kita entstehen. So jedenfalls sieht die Planung von Musik-club-Betreiber John Schierhorn und Architekt Leon Roloff aus. „Es ist eine einmalige Chance, die wir nutzen wollen“, sagen die Initiatoren.
Schon seit über 20 Jahren liegt das rund 9.000 Quadratmeter große Areal zwischen Schulterblatt, Max-Brauer-Allee und Lippmannstraße brach. Derzeit wird es vom Beachclub „Central Park“ und von der Bauwagengruppe Zomia genutzt. Zuletzt hatte vor eineinhalb Jahren eine Dönerfabrik Interesse gezeigt, das Vorhaben scheiterte jedoch am Widerstand der Anwohner. Schierhorns Initiative will jetzt etwas ganz Neues auf die Beine stellen: „Wir glauben, dass eine vernünftige, für das Viertel verträgliche Nutzung möglich ist“, sagt er.
Auch die Musikclubs Waagenbau, Fundbureau und Astrastube könnten in dem Gebäude unterkommen. Die Mietverträge der Clubs unter der Sternbrücke, zu deren Betreibern Schierhorn gehört, enden im Januar 2014, weil die Brücke erneuert werden soll.
Etwa 100 Millionen Euro würde die Bebauung der Brammerfläche kosten – eine gewaltige Summe, die im Moment niemand hat. Die Ini ist daher auf Investorensuche. „Wir können keine zweistelligen Renditen versprechen, aber dafür ein Projekt, das im Stadtteil verwurzelt ist“, sagt Schierhorn.
Ein ursprünglich eingereichtes Bürgerbegehren für das Projekt scheiterte zwar – die Altonaer Politik hat aber trotzdem ihre Unterstützung zugesagt. „Meiner Ansicht nach handelt es sich um ein Meisterstück, weil es so viele Nutzungsarten miteinander vereint“, sagt Mark Classen (SPD). Das letzte Wort in der Sache hat die Finanzbehörde, der das Grundstück gehört. „Grundsätzlich wird die Abkehr von einer rein gewerblich ausgerichteten Nutzungsausrichtung positiv gesehen“, sagt Behördensprecher Daniel Stricker. Aufgrund der zentralen Lage der Brammerfläche gebe es aber mehrere Interessenten.

Stadtteilversammlung
Öffentliche Vorstellung des
Projektes am Dienstag,
29. Januar, 19 Uhr
Freiwilligen Feuerwehr
Altona, Eifflerstraße 29
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