Ein Zuhause für Dohlen

(Foto: NABU/ M. Vollborn)

Naturschutzbund NABU zeichnet Tabita-Gemeinde aus.

Viele Vögel wohnen gerne in der Nähe des Menschen, nisten am liebsten in alten Gebäuden, in Mauerlücken, toten Schornsteinen, in Dachböden, wo hier und da eine fehlende Schindel eine Einflugschneise bietet. Aber solche Gebäude werden selten in den rundsa-nierten deutschen Städten. Jetzt hat die Tabita Kirchengemeinde vom Deutschen Naturschtzbund NABU einen Preis bekommen: weil sie den Kirchturm der Kreuzkirche restauriert und die Dohlen nicht vergessen hat – für sie wurde im Turm ein Zuhause geschaffen.
Um die Kreuzkirche herum besteht eine der letzten noch intakten Dohlen-Vorkommen in Hamburg. Die meisten Tiere brüten in stillgelegten Schornsteinen, die seit einigen Jahren jedoch nach und nach verschwinden, „wegsaniert“ werden. Um die Dohlen in Ottensen zu halten, hat die Tabita-Kirchengemeinde im Zuge der Sanierungsgarbeiten am Turm der Kreuzkirche vier Dohlen-Nistkästen angebracht. Pastor Matthias Kaiser: „Die Vögel haben die
Kästen gut angenommen und sind nun richtige Kirchgänger.“
Für dieses Naturschutz-Engagement wurde die Gemeinde jetzt vom NABU mit der Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“ gewürdigt. „Die Tabita-Kirchengemeinde leistet mit ihrem Einsatz für die Dohle einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt in Hamburg“, freut sich Ilka Bodmann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim NABU Hamburg.
Der Einsatz für die Dohle ging von einer Kindergruppe der Kita Tabita aus. Die Kinder hatten sich im Rahmen eines Vogelschutz-Projektes mit den gefährdeten Vögeln beschäftigt und sich für die Anbringung von Nisthilfen eingesetzt.
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1 Kommentar
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Uwe Schuster aus Altona | 06.06.2014 | 11:49  
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