Ein Tunnel durch St. Pauli?

Wann? 28.10.2011 19:00 Uhr

Wo? GWA St. Pauli, Teamraum, Hein-Köllisch-Platz, 20359 Hamburg DE
Hamburg: GWA St. Pauli, Teamraum | "Die haben doch Statiker", so wurde mir entgegnet, als ich jemanden auf die Gefahren hinwies, die von einem 40m tiefen Tunnel unter sandigem Elbhang hinwies. Richtig.
Richtig ist auch: Die Statiker haben den Einsturz des Stadtarchivs in Köln nicht verhindert. Die Risse im Gebäude wurden dort zwar vorher bemerkt und es gab auch einen Mitarbeiter im Archiv, der mehrfach gewarnt hatte. Doch scheinbar verließen die Verantwortlichen sich in diesem Fall auf die Experten.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/koelner-st...

Wer sich auf Vattenfalls Personal verlässt, der … sollte daran erinnert werden, dass Vattenfall in Krümmel Frau Ulrike Welte mit der Verantwortung für die Abschaltung beauftragen wollte. Frau Welte gelang es auch innerhalb einer Stunde nicht, das Kraftwerk „schnell“-abzuschalten. Das Schleswig-Holsteinische Sozialministerium bot in diesem Fall ein Korrektiv, und lehnte die Einstellung ab. Die Senatorin Jutta Blankau und der Bürgermeister Olaf Scholz, der sich derzeit in Geheimverhandlungen mit Vattenfall befindet, anstatt mit dem Volksbegehren "Unser Hamburg - Unser Netz" zu verhandeln sind nicht gerade Hoffnungsträger in dieser Angelegenheit. Scholz gab den Startschuss zu den Vattenfall Cyclassics.

In Köln kam man im Rückblick zu dem Schluss, dass der Kölner Klüngel verantwortlich für das Drama war.

Eine Gefahr bildet der Schacht in der Nähe der Elbe, der für die Sicherheit des Personals notwendig ist. Vattenfall will diesen Schacht nun weglassen. Warum das? Haben die Statiker das nicht alles bereits geprüft?

„Die werden sich schon absichern vor Regressforderungen“ ist eine andere Entgegnung. Richtig! Es ist nur die Frage, ob uns das vor Schaden bewahrt. Es soll ja schon vorgekommen sein, dass wir den Schaden hatten und auch noch zahlen durften, während Vattenfall verdient: Siehe Atommüllendlager. Auch die Behandlung leukämiekranker Kinder zahlen die Krankenkassen, nicht etwa Vattenfall. Angesichts dieser Umstände finde ich es wenig beruhigend, dass Vattenfall sich vor Regressforderungen absichert: Ein Verzicht auf eine Planfeststellung darf immer dann erfolgen, wenn sich die Betroffenen zuvor schriftlich einverstanden erklärt haben. Aber wer gibt da schon seine Unterschrift? Gute Frage, die auf Antworten wartet.

Eine weitere wichtige Frage ist: Warum sollten wir für eine zerstörerische Technologie, das die globale Erwärmung vorantreibt, ein solches Risiko eingehen?

Wer sich dem Tunnel, der Trasse als Ganzem und dem Kohlekraftwerk entgegen stellen will, laden wir ein zur Veranstaltung zur Verhinderung einstürzender Neubauten.
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