Ein Stadtteil schenkt

Liebevoll verpackte Weihnachtsgeschenke für die Kinder von der Schnackenburgallee von den Kindern aus vier Altonaer Schulen.

Auch die Kinder aus der Flüchtlings-Erstunterkunft Schnackenburgallee sollen ein fröhliches Weihnachten feiern.

Ein Aufruf der Luthergemeinde Bahrenfeld, den Flüchtlingskindern in der Erstunterkunft Schnackenburgallee ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten, hat enorme Wirkung gezeigt. Die Schüler von vier Grundschulen füllten und verpackten knapp 600 Schuhkartons mit Geschenken. Am Montag und Dienstag sind die Pakete an Flüchtlingskinder verteilt worden, die mit ihren Eltern in der Containersiedlung wohnen.
Anne Woy-wod gehört zu den ehrenamtlichen Helfern der Luthergemeinde, die die Weihnachtsgeschenk-Aktion betreuen. Das Wochenblatt besuchte sie vergangenene Woche in dem Container, wo sie die letzte Ladung Pakete entgegennahm und sortierte.
Rundherum stehen an der Wand und in der Mitte des Raums Tische, auf denen sich bunte Pakete zu Bergen türmen. Auf jedem Päckchen steht, ob der Inhalt eher für ein Mädchen oder einen Jungen gedacht ist, und für welches Alter es geeignet ist. Die Helfer, die die die bunt verpackten Kartons sortieren, arbeiten bei Neonlicht. Die Rollläden sind herabgelassen. Anne Woywod lacht: „Die können wir nicht öffnen, sonst drücken sich Hunderte von Kindern an den Fenstern die Nase platt!“ Nur wenn neue Pakete angeliefert werden, wird das Fenster geöffnet, um die Geschenke reinzureichen.
Woywod ist begeistert von der Hilfsbereitschaft der Menschen: „Die Spendenbereitschaft im Stadtteil ist riesig – alle wollen den Kindern ein Zeichen geben, dass sie zu Weihnachten nicht vergessen werden. An die 250 Kinder wohnen hier, und wir haben so viele Pakete, dass jedes Kind zwei Geschenke bekommen kann“. Was dann noch übrig bleibt, geht an andere Einrichtungen, die bedürftige Kinder beschenken.
Schüler, Lehrer und Eltern dert Max-Brauer-Schule, der Schule Mendelssohnstraße, der Grundschule Groß-Flottbek und der evangelischen August-Hermann-Francke Schule haben mitgemacht: Schuhkartons mit Spielsachen, Kinderkleidung, weihnachtlichen Knabbereien und Hygieneartikeln gepackt und dann liebevoll beklebt, beschriftet, bemalt und in buntes Papier eingeschlagen.
Schüler und Lehrer der Max-Brauer-Schule haben darüberhinaus bei der Verteilung vor Ort geholfen.

In der Erstunterkunft Schnackenburgallee wohnen zwischen Parkplatz Braun und Autobahn A7 mehr als 600 Menschen in übereinander gestapelten Wohncontainern. Jeweils vier teilen sich einen Raum mit je zwei
Stockbetten. Es handelt sich um Männer, Frauen und Kinder, die vor den Verhältnissen in ihren Heimatländern hierher geflüchtet sind. Für längstens drei Monate werden sie in den Erstunterkünften der Stadt Hamburg untergebracht.
In dieser Zeit entscheidet sich, ob sie Anspruch darauf haben, zu bleiben. Je nachdem, wie die Prüfung ausfällt, müssen sie wieder ausreisen oder ziehen um in Folgeunterkünfte. So eine Folgeunterkunft ist beispielsweise das Flüchtlingsdorf Sieversstücken in Sülldorf.
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