Ein Schachbrett zum 200. Geburtstag für Otto von Bismarck

Ein Schachbrett zum 200. Geburtstag für Otto von Bismarck.
Am 31. März 2016. endete das Gedenkjahr zum 200. Geburtstag Otto von Bismarck. Aus diesem Anlass gab es an diesem Tag eine Finissage in enger Zusammenarbeit mit dem Altonaer Stadtarchiv (Wolfgang Vacano) im neugestalteten Schleepark an der Königstraße, wo sich das von Adolf Brütt erschaffene und von der Stadt Altona 1889 errichtete Bismarck-Denkmal befindet. Die namenhafte Künstlerin, Heidemarie Hagen, präsentierte dort das Objekt SCHACHB(R)ETT auf einem begehbaren Schachbrett und zeigte dort Otto von Bismarck Portraits nach Holzschnitten des 19. Jahrhunderts als Siebdrucke auf weißer Dupionseide, gepolstert mit chinesischer Maulbeerseide, das einer 4x4m großen Bettdecke für einem zu großen Mann ähnelte, denn wenn Otto von Bismarck auf Reisen war, fand er keinen Gasthof, wo das Bett groß genug für ihn war. Aber es soll auch daran erinnert werden, dass Altona eine andere politische Geschichte als Hamburg hatte und deshalb auch hier ein eigenes Denkmal für den Ehrenbürger Altonas steht. Eine besondere Beziehung zum Schachspiel an diesem Ort ergab sich aus dem Standort des Altonaer Schachklub von 1873 e.V. in der Lessers Passage und der neuen Informationstafel des Altonaer Stadtarchivs am Denkmal, wo eine Karikatur von dem leidenschaftlichen Schachspieler Bismarck zu sehen ist, der gegen den Papst spielt.

Wie ist Heidemarie Hagen (69) auf diese Idee gekommen? „Ich habe seit zehn Jahren ein Ordner mit Porträits von Bismarck und dachte, spätestens wenn er 200 Jahre wird muss ich das Projekt machen. Das Bismarck Projekt habe ich schon ganz lange in Planung, weil mich diese Person und dieser Politiker schon immer sehr Interessierte. Es gibt zwar widersprüchlichen Meinungen, die man über ihn hat, gehasst und verehrt und ist bis heute ein Kultobjekt, was er zu seinen Lebzeiten schon war. Er war auch ein genialer Schachspieler, nicht nur auf dem Brett, sondern auch ein politischer Schachspieler. Ich wollte etwas ganz anderes tun, als man sonst tut um Bismarck zu verehren, so wie Straßen zu benennen, Denkmäler zu bauen, Türme aufzurichten u.s.w. Ich habe eher versucht ein contraires Opjekt zu schaffen.“

Heidemarie Hagen hatte aber an diesem Tag nicht nur ihr sehenswertes Kunstwerk mitgebracht, sondern auch andere Dinge die an Otto von Bismarck erinnern sollten und konnte zu jedem viel wissenswertes erzählen, zum Beispiel eine Schachbrett-Blume, die an diesem Tag im Schleepark eingepflanzt wurde, ein Glas Bismarck-Heringe, Bismarck-Wodka, Bismarck-Sekt, 101 Wachteleier und Bismarck-Literatur. Ein Besuch der Finnissage hatte sich gelohnt und man lernte aus ihren spannenden Erzählungen ganz andere Sichtweisen über Otto von Bismarck kennen, der sich bestimmt über seine Geburtstagsfeier im Schleepark gefreut hätte.
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