Ein Radweg wird grün

Gras, wo keins hingehört: Simon Bruckner aus Alt-Osdorf ärgert sich über den schlecht gepflegten Radweg an der Behringstraße. Foto: cvs

Radfahrerstrecke an der Behringstraße wächst immer weiter zu – Bezirksamt verspricht Abhilfe

Von Christopher von Savigny. An der Behringstraße, kurz vor der Autobahnauffahrt zur A7, erobert sich die Natur mit aller Kraft ihr Reich zurück: Ein Teil des dortigen Radwegs ist bereits so weit mit Gras überwachsen, dass man als Radfahrer aufpassen muss, nicht ins Schlingern zu geraten.
Radfahrer Simon Bruckner ärgert sich. „Anstatt den Bewuchs zu entfernen, wird das Gras einfach nur gemäht. Jeder, der einen Garten hat, weiß, dass die Grassoden dadurch immer fester werden.“ Besonders grotesk findet Bruckner, dass
die Stadt Millionen für neue Radwege ausgebe – während die vermeintlich kleineren Schwachstellen weitgehend unbeachtet blieben. „Ein Bruchteil von dieser Summe – und man könnte hier wieder gefahrlos entlangfahren!“
Betroffen vom Gras-Wildwuchs ist die südliche Fahrbahnseite zwischen der Bushaltestelle Röpers Weide und der A7-Anschlussstelle Othmarschen: Der dortige Radwegabschnitt ist bereits zur Hälfte überwuchert. Bruckner, der auf seinem Drahtesel täglich zwischen Alt-Osdorf und Rothenburgsort unterwegs ist, erinnert sich: „Vor zwei Jahren sah das noch ganz okay aus. Seitdem ist das Gras immer weiter gewachsen.“ Insbesondere bei Regen, Schnee und Eis sei die Stelle gefährlich, weil man als Radler leicht wegrutschen könne.

Gartenbaufirma hinkt mit dem Mähen hinterher


Nach Auskunft des Bezirksamts Altona hinkt die beauftragte Gartenbaufirma mit der Arbeit hinterher: „Für diesen Bereich wurde bereits vor ein paar Wochen ein Auftrag erteilt, unerwünschten Aufwuchs zu entfernen, Gehölze zu schneiden sowie Pflasterflächen freizulegen“, sagt Amtssprecher Jan Lengwenath. „Wir werden die Firma gegebenenfalls noch einmal darauf hinweisen.“ Der Sprecher weiter: „Angelegte Straßenbegleitgrünflächen werden regelmäßig gepflegt, Rasenflächen werden etwa zehnmal jährlich gemäht.“ Generell sei festzustellen, dass Parks und Grünflächen infolge der gestiegenen Einwohnerzahl in den letzten Jahren immer intensiver genutzt würden. Daher sehe man sich zunehmend gezwungen, eine Dringlichkeitsliste zu erstellen oder auch Fremdfirmen zu beauftragen.
„Es gilt insbesondere, die Verkehrssicherheit der Parks und Spielplätze aufrecht zu erhalten, aber auch die Qualität der Spielplätze und der besonderen Orte, wie etwa historische Parkanlagen, zu sichern“, so Lengwenath.

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