Ein Kirschbaum für St. Pauli

Erst wurde gegossen, dann geschaufelt.

Juztizsenatorin Jana Schiedek pflanzte „ihren“ Baum auf dem Hein-Köllisch-Platz

Ein bisschen mickrig wirkt Prunus serrulata 'Kanzan' - die japanische Nelkenkirsche - ja, wie sie da zittert im steifen Wind, der von der Elbe hochweht. Ihre Spenderin und Patin, Hamburgs Justizsenatorin Jana Schiedek, wirft einen liebevollen Blick auf den mageren, gegen Sonnenbrand weiß gestrichenen Stamm und meint zuversichtlich: „Das wird noch!“
Zuvor hatte die Senatorin mit Peter Paul und René Rachow von Hermann Vaick Garten- und Landschaftsbau ordentlich geschaufelt und „ihren“ Baum auf dem Hein-Köllisch-Platz eingegraben. Die Lücke in der langen Doppelreihe mit Zierkirschen ist damit gefüllt. Der kleine Baum wird schon ab nächsten Frühjahr seinen großen Brüdern dabei helfen, den kopfsteingepflasterten Platz in romantische rosa Wolken zu hüllen.
Jana Schiedek, die seit zweieinhalb Jahren in St. Pauli Nord lebt, ist bekennender Stadtmensch und hat nach eigenem Bekunden keinen besonders grünen Daumen: „Das kann mein Lebensgefährte viel besser.“ Ihr Favorit unter den Bäumen ist der Apfelbaum. Da der an Hamburgs Straßen und Plätzen aber nicht gepflanzt wird, wurde es die Zierkirsche.
500 Euro hatte Schiedek dafür gespendet - diese Summe hatte die Stadt verdoppelt. Das war das Prinzip der Aktion „Mein Baum- meine Stadt“, die im November zu Ende ging: Bürger konnten sich auf einer interaktiven Karte aussuchen, welche der dort eingezeichneten Baum-
lücken sie füllen wollten und für einen bestimmten Baum Geld geben.
1.000 Euro sind pro Baum für Ankauf, Pflanzung und mehrjährige Pflege nötig. Sobald für einen Baum 500 Euro gespendet waren, legte die Stadt noch einmal 500 Euro drauf. Etwa 600 Bäume konnten dank Bürgerspenden finanziert werden. St. Pauli ist dadurch um 28 neue Bäume reicher, 19 davon sind durch Einzelspenden wie die von Jana Schiedek möglich gemacht worden.
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