Ein Datum, dass Mann nicht vergisst...

IT-Berater Cevat Parapan (30) und Arzthelferin Bahar Karyagdi (30) waren das erste Brautpaar, das am 12.12. 12 im Standesamt Altona geheiratet hat.

Hochzeitstag am 12.12.12.

Das wars dann: Der 12.12.12 war für die kommenden 88 Jahre der letzte Tag mit dreifachem Schnapszahlendatum. Den nächsten werden nur die wenigsten von uns noch erleben: Es wird der erste Tag des nächsten Jahrhunderts sein: 1.1.2101.
Der 11.11.11., der 9. September 2009 und der 8. August 2008 .... alles vorbei. Wer Wert auf ein Dreifach-Datum für den Hochzeitstag legte, hatte vergangene Woche die letzte Chance in diesem Jahrhundert: am Mittwoch, 12. Dezember 2012.
Die Zwölf gilt in der Zahlenmystik als Zahl der Reinheit und der Vollkommenheit - gute Aussichten für eine Ehe also. Zahlenmystik war aber nicht der Grund, weshalb IT-Berater Cevat Parapan (30) seine Braut, Arzthelferin Bahar Karyagdi (30), an genau diesem Tag zum Standesamt führte. Auf die Frage, weshalb es denn ausgerechnet der 12.12.12 sein musste, antwortete der Bräutigam mit der pragmatischten aller Erklärungen: „Ich wollte unbedingt ein Datum, das ich nie vergessen werde!“
Die Braut, vielen Altonaern aus der Hausarzt-Praxis Dr. Richard-Klein & Schreiber am Spritzenplatz bekannt, strahlte in winterlichem Schneeweiß, vom schmalen Minirock über die bestickte Felljacke im Anna-Karenina-Stil bis zur Feder im Haar, Perlen-Brillant-Ohrsteckern und dem weißen Rosenstrauß. So elegant-gefasst sie äußerlich wirkte, so sehr klopfte Bahars Herz. „Ich bin schrecklich nervös!“, gestand sie.
Statistisch gesehen bleiben Eheleute, die an einem Schnapszahlendatum geheiratet haben, nicht so lange zusammen wie solche, die sich einen „normalen“ Tag zum Heiraten ausgesucht haben. Ganz schlimm haben es die getroffen, die am 8.8.88 in Deutschland den Bunde der Ehe geschlossen haben; die meisten sollen schon wieder geschieden sein. Doch das Paar Parapan-Karyagdi hat Glück. Eine andere Statistik belegt nämlich: Ehen, die im Winter geschlossen werden, sind stabiler als Sommer-Ehen.
Eine erste kleine Krise wurde jedenfalls mit Leichtigkeit gelöst: Ein Trauzeuge war im Stau steckengeblieben. Was tun? In der großen Hochzeitsgesellschaft fanden sich genug Freiwillige, die ihren Ausweis dabei hatten - einer sprang ein, der Trauung stand nichts mehr im Wege.
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