Drei Mädchen retten einen Hahn

Da saß er drin, der Hahn! Tara (10), Emily (11) und Carlotta (13) haben sich drei Tage um den Hahn gekümmert, den sie „Waldemar“ tauften. „Waldemar“ hatte sich in diesem Verschlag unter der Rutsche eines Spielplatzes versteckt und war dort vor Regen geschützt. Nach einer dramatischen Verfolgungsjagd wurde Hahn „Waldemar“ in einen Karton verfrachtet und zum Tierheim Süderstraße gebracht, wo er „Otto“ genannt wurde. (Foto: rs)
reinhard schwarz, ottensen
Aufregende Tage haben Tara (10), Emily (11) und Carlotta (13) aus Ottensen hinter sich: die Rettung von Hahn „Waldemar“. Der Hahn, dessen Herkunft unbekannt ist, hatte es sich auf einem Spielplatz nahe dem Philosophenweg in einem Unterstand unter einer Rutsche gemütlich gemacht. Hier hatten ihn die drei Mädchen entdeckt. Das Wochenblatt hatte darüber berichtet, dass der Hahn ins Tierheim Süderstraße gebracht worden war. Die Tierheimmitarbeiter hatten ihn „Otto“ getauft.
Unklar war aber bis jetzt, wie er dort hingekommen war. Bis Pamela Forster, Mutter von Emily, sich beim Wochenblatt meldete. Ihre Tochter und ihre Freundinnen wollten unbedingt die ganze Geschichte erzählen. Und die ist abenteuerlich. „Wir wollten am Sonnabend Tischtennis spielen, da haben wir den Hahn entdeckt“, schildert Emily. In dem schwer einsehbaren Verschlag unter der Rutsche fühlte sich das Federvieh offenbar sicher.
„Da guckte einfach so ein Hahnenkopf heraus“, erinnert sich Carlotta. Drei Tage lang fütterten die Mädchen das Tier mit Vogelfutter, das „Waldemar“ auch annahm. Zwischendurch wurde sogar die Feuerwehr alarmiert, die zog aber unverrichteter Dinge wieder ab. Auch das Tierheim wurde konsultiert. „Doch die wollten nur kommen, wenn der Hahn verletzt ist“, erzählt Tara.
Schließlich, nach drei Tagen, fassten sich alle Beteiligten ein Herz. Mit einer Bettdecke wurde der Hahn nach einer dramatischen Verfolgungsjagd über den Spielplatz überwältigt. „Die ganze Familie hat mitgeholfen“, sagt Tara.
Samt Wolldecke wurde das verschreckte Tier in einen Karton verfrachtet und im Wagen von Pamela Forster zum Tierheim gebracht. Dort wurde Waldemar untersucht. Tara: „Der Hahn hatte eine Entzündung am Fuß und kahle Stellen am Hals.“ Mutter Forster zeigt sich nachträglich erleichtert über den Verlauf des Hahn-Dramas: „Für die Kinder waren das drei aufregende Tage – aber mit Happy End.“
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