Diese Schule ist einsame Spitze

Die Fridtjof-Nansen-Schule, hier am Standort Fahrenort, hat die höchsten Anmeldezahlen für Erstklässler in ganz Hamburg.

Fridtjof-Nansen-Schule ist die Schule in Hamburg mit den meisten Anmeldungen für die erste Klasse.

Von reinhard Schwarz.
Die Fridtjof-Nansen-Schule ist einsame Spitze – zumindest was die Zahl der Anmeldungen von Erstklässlern angeht. Mit 136 Erstklässlern ist sie ab 1. September die größte Grundschule Hamburgs, teilt die Pressestelle des Senats mit.
Danach folgt die Schule Turmweg mit 131 ABC-Schützen und an dritter Stelle die Elbinselschule in Wilhelmsburg mit 129 Erstklässlern.
Doch was macht die nach dem norwegischen Polarforscher benannte Grundschule mit ihren Standorten am Fahrenort und am Swatten Weg so beliebt, dass die Eltern ihre Sprösslinge vorzugsweise hier anmelden? Sind die zahlreichen Neubaugebiete in Lurup die Ursache? Ziehen so viele Familien mit Kindern neu nach Lurup? Eine klare Antwort auf diese Frage weiß auch Schulleiterin Karin Gotsch nicht zu geben: „Wir hatten in den vergangenen Jahren mit 115 bis 130 immer hohe Anmeldezahlen. Schon vor drei Jahren hatten wir 134 Anmeldungen.“
Gotsch räumt aber ein, dass wohl „Mundpropaganda der Eltern“ eine große Rolle bei der hohen Zahl der Erstanmeldungen spiele. „Wir haben ein engagiertes Lehrerkollegium und einen ebenso engagierten Elternrat. Von daher hatten wir noch nie Probleme mit zu wenig Anmeldungen.“
Ein Problem sei hingegen die Klassengröße. Damit, dass die Schule von der Schulbehörde von KESS 2 auf KESS 3 hochgestuft wurde, verliert sie ein Privileg: dass der kleinen Klassen.
Der KESS-Faktor bezeichnet die jeweilige soziale Lage der Schülerschaft. Die Skala reicht von ein bis sechs. Schüler beispielsweise mit einem Kess-Faktor 6 stammen aus einer „bevorzugten sozialen Lage“. Mit KESS 1 und 2 ist diese „eher stark belas-tet“, während sie nach KESS 3 lediglich „tendenziell belastet“ ist. Im Klartext: Die Schüler dieser Schule und ihr soziales Umfeld werden von der Schulbehörde nicht mehr im unteren, sondern im Mittelfeld angesiedelt.
Das ist für die Schule keine gute Nachricht: Mit der Hochstufung verliert sie das Recht auf kleinere Klassen und auf zusätzliche Sprachförderstunden.
Die Folge: Der Fridtjof-Nansen-Schule hat Klassengrößen von 21 bis 23 Kindern statt wie bisher mit 17 bis 19 Kindern. „Über diese Höherstufung sind wir nicht begeistert“, sagt Karin Gotsch.
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