Diese Frau bringt Danzig an die Elbe

Sie wuppt das. Iwona Liberek ist in diesem Jahr doppelte Altonale-Macherin: Sie zeichnet verantwortlich für das Programm auf dem „Tanzboden“ und die Kulturbeiträge aus Polen.

Iwona Liberek organisierte für die Altonale die Kulturbeiträge aus der polnischen Partnerstadt.

Iwona Liberek (43) ist die Frau, die für die Altonale Danzig an die Elbe geholt hat. Sie ist verantwortlich für die Zusammenarbeit und den Austausch mit der diesjährigen Altonale-Partnerstadt. Und das hat sie mit Herzblut und Verve gemacht: „Es war mein ganz großes Interesse, dass es Danzig sein sollte“, sagt sie und freut sich jetzt: „ In der Geschichte der Altonale hat es noch nie so viele Programmpunkte mit der Partnerstadt gegeben!“
Über die Kultur starke Verbindungen zu knüpfen zwischen Hamburg und Polen, das ist der in Warschau geborenen Liberek ein Herzensanliegen. „Seit ein paar Jahren versuche ich Kultur aus Polen nach Deutschland zu bringen, Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, die den Schwerpunkt polnische Kultur haben.“ Dabei kann sie aus dem Vollen schöpfen: „Trotz der vielen, Veranstaltungen während der Altonale – fast jeden Tag was Polnisches! – ist das nur die Spitze des Eisbergs, nur ein Bruchteil von dem, was es an Kultur in Polen zu entdecken gibt!“
Libereks Fernweh trug sie zunächst aus Polen fort nach Süden in warme Gefilde: Italien, Spanien. Auch in Kanada hat sie gelebt. Italienisch spricht sie fließend. Englisch ebenfalls. Nur ihr Spanisch ist inzwischen, wie sie sagt, vom Deutschen „wegradiert“ worden.
Die Liebe und die Geburt ihrer Tochter führten sie dann vor zehn Jahren nach Hamburg. Deutschland war nicht das Land ihrer Träume, das sagt sie ehrlich: „Bach und Goethe, klar – aber sonst ...“ Inzwischen ist sie Altonaerin. Mehr Altonaer geht nicht, als eine der Macherinnen der Altonale zu sein.
Und das ist sie sogar doppelt. Denn Iwona Liberek zeichnet in diesem Jahr nicht nur für das Ressort „Altonale Partnerstadt“ verantwortlich, sondern leitet auch, wie schon seit mehreren Jahren, den Altonale „Tanzboden“.
„Viel, viel Arbeit“, sei das, gibt sie zu und erzählt, dass alle völlig erschöpft seien, wenn das Kulturfest vorüber ist. „Manche sagen dann: Das machen wir nie wieder!“ Sie lacht: „Und dann erholen wir uns wieder.“
Was liebt sie besonders an ihrem Altonale-Job? „Die Möglichkeit Künstler aus anderen Länedern, die hier leben, zu unterstützen. Ihnen dazu zu verhelfen, gesehen zu werden. Denn das ist das Wichtigste für Künstler: gesehen zu werden.“
Und die Zukunft? Iwona Liberek hat einen Traum: „ Ein Musikprojekt in Afrika, Asien oder einfach wieder reisen können – das wäre toll.“
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