Die weißen Bäume vom Beselerplatz

Dramatischer Anblick: die bis in die Kronen weiß gestrichenen Buchen vom Beselerplatz. Davor ist der Stumpf des gefällten Baums zu erkennen.

Hinten dunkel, vorne hell – warum sind die Buchen angestrichen worden?

Es ist ein dramatischer Anblick: Im Park am Beselerplatz sind die Stämme von zwei über 20 Meter hohen Buchen bis in die Kronen hinauf mit Farbe gestrichen worden. Schneeweiß leuchten die Baumstämme aus dem dunklen Grün des Parks. Eine Kunstaktion? Vandalen? Werden die armen Bäume sterben? Das Wochenblatt fragte nach.

Wer hat die Baumstämme angemalt?
Gartenbauamts-Mitarbeiter des Bezirksamts Altona.

Warum?

Vor den beiden Buchen stand eine dritte Buche. Diese wurde gefällt. Damit waren die Stämme der dahinter stehenden Bäume plötzlich der Sonne ausgesetzt. Buchen sind eine dünnborkige Baumart, die sehr empfindlich auf plötzliches Freistellen vorher beschatteter Rinde reagieren. Die Bäume bekommen in der Folge an den dann belichteten Stellen einen sogenannten Sonnenbrand. Hierbei stirbt das Kambium, die Wachstumsschicht unter der Rinde, ab. Die Rinde wird krank. Später befallen Pilze die geschädigte Rinde - und der Baum geht ein. Die Farbe schützt die Rinde vor der Sonne.

Womit wurden die Bäume angestrichen?
Mit einer handelsüblichen lösungsmittelfreien Außenwandfarbe.

Warum musste die dritte Buche gefällt werden?
Es bestand Bruchgefahr.

Wie alt sind die beiden Buchen und in welchem Zustand sind sie?
Man schätzt, dass die beiden gewaltigen Bäume etwa im Jahr 1880 gepflanzt wurden. Ihre Vitalität ist gut, aber der letzte Sturm riss eine Vergabelung auf, die durch sechs Bolzen gesichert wurde. Zudem wurde ein Kronensicherungssystem installiert .
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