Die Stadt Hamburg bricht Zusagen. Lesbische Seniorinnen bald vor verschlossenen Türen?

Pressemitteiling von Intervention e.V.
Für die Justizbehörde sind Angebote für Lesben ab 50 nicht mehr förderungsfähig

Endlich erreichte Intervention e. V. heute der Bescheid über die seit 2006 geförderte „Psychosoziale Angebote für Lesben ab 50 Jahre“ für das laufende Jahr 2012 – ein Ablehnungsbescheid! Über vier Monate zu spät, in denen der Verein die Arbeit fortführte, Werbung machte, Gehälter zahlte! Ein unmögliches Verhalten gegenüber dem Verein und den Frauen, die auf die jetzt gestrichenen Angebote angewiesen sind.

Noch im Dezember 2011 wurde von der Justizsenatorin erklärt, die Förderung der Arbeit von Intervention sei nicht bedroht und die Stadt würde die Arbeit für Lesben weiterhin fördern.

Begründet wird die Ablehnung mit der angeblich gesunkenen Nachfrage seit 2010. Herausgepickt dafür werden einzelne schlecht besuchte Veranstaltungen.

Anhand von Zahlen entscheiden fachfremde Verwaltungskräfte über ein seit 2006 funktionierendes vielschichtiges und vor allem fachlich anerkanntes Projekt: Hier werden sowohl Einzelne als auch Gruppen begleitet, aktuell ein Unterstützungsring für kranke und mobilitätseingeschränkte Frauen aufgebaut, zielgruppenspezifische Veranstaltungen durchgeführt und die Anfragen von Fachinstitutionen bearbeitet, etc. Jedenfalls bis heute!

Auch wenn Intervention Rechtsmittel einlegen wird, ist zu vermuten, dass der Kampf gegen den Goliath Justizbehörde und dem wohl dahinterstehenden politischen Willen der SPD-Regierung aussichtslos sein wird.

Gerade im Arbeitsschwerpunkt „Lesben und Alter“ erfährt Intervention bundesweite Anerkennung. Hamburg begeht einen großen Fehler in der Gleichstellungspolitik, anerkannte und notwendige Lesbenarbeit nicht mehr zu fördern!
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