„Die neue Mitte Altona muss auch in der Mitte der Gesellschaft liegen.“

Klaus Wicher

Bei der Neugestaltung des Bahnhofs Altona: Weichen stellen für soziales Wohnen!

"Wenn im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofs in Altona die neue Mitte Altona entsteht, sollte eine soziale Stadtplanung die Chance nutzen. Sie sollte von vornherein auf Belange auch älterer und sozial schwächerer Bürger eingehen. Eine Fortsetzung der Nobelsanierung und Gentrifizierung darf es in Altona nicht geben“, sagt Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des SoVD Hamburg. „Wir brauchen eine Urbanisierung, die nicht nur geografisch in der Mitte liegt, sondern auch in der Mitte der Gesellschaft. Dazu gehören Konzepte für generationsübergreifende Quartiere.“

Wicher begrüßt die Pläne, auf dem ehemaligen Gelände des Bahnhofs einen neuen Stadtteil, mit Park, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten zu schaffen, der „nicht am Rande unserer Gesellschaft wie die Hafen City liegt“. Die Hafen City steht wegen hoher Mieten und fehlender sozialer Infrastruktur in der Kritik. „In der neuen Mitte kann der Senat mit seiner Ankündigung ernst machen, den sozialen Wohnungsbau zu forcieren. Wenn ein Drittel öffentlich gefördert wird, kann der Stadtteil so bunt und offen für alle Generationen sein wie jetzt.“ Der Bestand an Sozialwohnungen in Altona hat sich im Zeitraum von 2005 bis 2012 auf 12.835 Wohnungen halbiert.

Zu einer sozialen Stadtplanung gehört aber nicht nur der Bau von preiswertem, altersgerechtem und barrierefreiem Wohnraum. Moderne Urbanisierungskonzepte sehen zudem die Gestaltung des Wohnumfelds vor. Soziales Wohnen hört nicht an der Eingangstür auf“, sagt Wicher. Die Gestaltung habe das gesamte Ensemble in Altona zu berücksichtigen, um ein soziales Miteinander und soziale Hilfen städtebaulich von Beginn an zu integrieren. Dazu gehören Einrichtungen, wie Stadtteiltreffs, Elternhäuser oder Seniorentreffs, wo Jung und Alt zusammenkommen. „Wir brauchen in der Mitte nicht nur Wohnungen und Kneipen, sondern auch Einrichtungen zur Beratung und Hilfe von und für Menschen mit Unterstützungsbedarf, insbesondere für Kinder- und Jugendliche, Familien, Alleinerziehende sowie Seniorinnen und Senioren.“

„Der SoVD Hamburg hat bereits vor den Bezirkswahlen gefordert, die Bürgerbeteiligung zu verbessern. Die Pläne für die neue Mitte sind ein Weg, dies jetzt umzusetzen“, sagt Wicher.
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