Die Köhlbrandtreppe hat ein auffälliges Merkmal mehr bekommen.

Auf dem linken Teil der Backsteinmauer prangt ein Riesengraffiti.
Hamburg: Große Elbstraße | Der Umgestaltungsprozess des Altonaer Hafenrandes westlich der Fischauktionshalle nimmt kein Ende. Waren meine Augen früher auf die Elbe gerichtet, um sich an Wasser und Schiffen, Himmel und Wolken nicht satt sehen zu können, habe ich mich in letzter Zeit dabei ertappt, gesenkten Hauptes auf das Kopfsteinpflaster zu starren und dessen unterschiedliche Farbgebung zu studieren. Warum? Weil die neu entstandenen modernen Gebäude zur Linken Sehschmerz verursachen. (Sie gleichen vielleicht Austern, doch ganz sicherlich ohne Perlen!)
Glücklicherweise gibt es zur Rechten noch einige wenige wohltuende Highlights für Augen und Seele, z.B. das Stilwerkgebäude oder die Köhlbrandtreppe. Von der wunderschön gestalteten roten Backsteinfassade mit schmiedeeisernen Laternen und Treppengeländern grüßt Ritter Roland, eingerahmt von den Wappen von Altona und Preußen. Und hoch über ihm winken die Götter Neptun und Merkur als kleine Putten in zart-schimmernden Pastelltönen und blinzeln auf den Fluss.
Als ich nun bei meinem letzten Elbgang den Blick vom Kopfsteinpflaster hebe, um den kleinen Göttern hallo zu sagen, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Auf dem linken Teil der Backsteinmauer prangt ein Riesengraffiti mit grün-schwarzen Buchstaben, aus deren Folge ich mir keinen Reim machen konnte. Auch der rechte Mauerabschnitt wurde nicht verschont: Hieroglyphen in weiß.
Am Hafenrand gibt es doch inzwischen wirklich genügend viele hässliche Flächen. Wie schade, dass nun auch noch die wenigen Augenweiden, die verblieben sind, verunstaltet werden. Was bleibt mir noch? Das Kopfsteinpflaster.
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