Deutsche Bahn: Das dauert noch...

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Bald sind wir fertig. Zweckoptimismus? Die Deutsche Bahn (DB) vertröstet ihre Fahrgäste nunmehr auf Ende 2015, dann soll die Umbauphase abgeschlossen sein. Ursprünglich galt der Mai als Datum der Fertigstellung.

Umbauarbeiten am Bahnhof Altona ziehen sich hin. Neuer Fertigstellungstermin: Ende 2015.

Von Reinhard Schwarz.
"Laut, hässlich, schmutzig und unübersichtlich“ - so urteilen viele Nutzer des Altonaer Bahnhofs über dessen derzeitigen Zustand. Seit Februar 2014 wird der Bahnhof umgebaut, alles soll schöner und besser werden, versprechen Plakate der Deutschen Bahn (DB).
Bis es so weit ist, müssen sich die Fahrgäste mit zahlreichen Unannehmlichkeiten abfinden. Rolltreppen und Aufzüge fallen immer wieder aus. Ortsunkundige versuchen, sich in dem durch Pappwände neu aufgeteilten Bereich in der mittleren Bahnhofsebene zurechtzufinden.
Eigentlich sollten die Umbauarbeiten schon im Mai abgeschlossen werden, doch daraus wird erstmal nichts. „Gemäß der derzeitigen Bauablaufplanung ist eine Fertigstellung bis zum Ende des Jahres 2015 vorgesehen“, heißt es in einer Antwort der DB-Pressestelle auf die Wochenblatt-Anfrage.
Mit dieser Antwort scheint sich die Deutsche Bahn genau so wenig Mühe gemacht zu haben wie mit der schnellen Erledigung des Umbaus: Die Pressemitteilung ist eine über einen Monat alte Erklärung , die mit Datum vom 19. März bereits an die Altonaer Bezirksamtsleiterin Liane Melzer (SPD) geschickt worden war.
Damals hatte die Bezirksversammlung Altona darum gebeten, über die „Gründe für mögliche Verzögerungen beim Umbau des Bahnhofs Altona“ zu informieren und einen „verbindlichen Zeitplan“ für die Fertigstellung vorzulegen. In einer Mitteilung der SPD Altona wird zudem gefordert, die „Modernisierungsarbeiten im Bahnhof Altona schnellstmöglich zu Ende zu bringen“. SPD-Bezirksabgeordneter Mithat Capar klagt: „Es sind keine erkennbaren Fortschritte der Arbeiten zu verzeichnen.“
Die DB weist alle Vorwürfe zurück und erklärt, dass „bisher Trockenbauarbeiten, Arbeiten für haustechnische Installationen, Abdichtungsarbeiten, Metallbau- und Estricharbeiten sowie Arbeiten zur Brandschutzertüchtigung ausgeführt“ wurden. Als Grund für die Verzögerungen nennt das Unternehmen „Planungsänderungen, die durch die im Zuge der Ausführung gewonnenen Erkenntnisse notwendig waren“. Übersetzt heißt das wohl in etwa: Während der Bauarbeiten traten unerwartete Probleme auf.
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