Der Stücke-Schneider

Axel Schneider feiert sein 50. Stück. Zehn davon waren Romane, die Schneider mit großem Erfolg für die Bühne "übersetzt" hat. (Foto: pr)

Dreifach-Intendant Axel Schneider hat sein 50. Stück inszeniert.

Es begann mit dem Altonaer Theater. Doch seit langem ist Axel Schneider Dreifach-Intendant, Chef nicht nur in Altona, sondern auch am Harburger Theater und an den Kammerspielen. Im Altonaer Theater kommt nun seine 50. Inszenierung auf die Bühne: „Zweimal lebenslänglich“ nach dem Buch von Stephen King (siehe unten).
Nein, ein Workaholic sei er definitiv nicht, sagt Axel Schneider im Interview. Aso ein guter Delegierer? Er zögert: „Ein ganz guter Delegierer“. Und setzt hinzu: „Kommt drauf an, welchen meiner Mitarbeiter Sie fragen.“
„Mitarbeiter“ - das Wort zündet. Die Menschen, mit denen er zusammenarbeitet, geben ihm den Kick für seine Arbeit, sagt – nein, schwärmt – er: „17 Jahre besondere Begegnungen. Das lässt mich immer weitermachen.“ Noch etwas anderes treibt ihn weiter an: „Ich hab mal gesagt, ich höre dann auf, wenn ich weiß wie’s geht. Ich weiß es immer noch nicht.“
Deswegen überraschen sie ihn immer wieder, die Tops und die Flops. 2001 fiel „Hamlet“ durch bei Kritik und Publikum. „Da stimmte das Konzept nicht.“ Auf der anderen Seite viele Tops: „Tadellöser und Wolff“, „Ladykillers“, „Seitenwechsel“ in den Kammerspielen, und die alte, ewig junge „Feuerzangenbowle“.
Doch es ist nicht so, dass sich Schneiders ganzes Leben auf der Bühne abspielt. Er hat eine Frau, die als Richterin arbeitet, eine Tochter von neun Jahren, einen sechsjährigen Sohn. Was ist Familie für ihn? „Energiequelle.“
Wie das Lesen. Gibt es ein Lieblingsbuch, von dem er, der Experte für die Umwandlung von Büchern in Bühnenstücke, kapituliert? Axel Schneider zögert nur kurz. Dann sagt er:„Ja: ‘Die Entdeckung des Himmels’ von Harry Mulisch. Das geht nicht. Das ist einfach zu komplex.“

Premiere am Altonaer Theater, Museumstraße 17: Zum ersten Mal zur Aufführung kommt die deutschsprachige Bühnenversion des Romans „Pin-Up“ von Stephen King unter der Regie von Intendant Axel Schneider. „Pin-up“ wurde 1994 mit Tim Robbins und Morgan Freeman in den Hauptrollen verfilmt: „Die Verurteilten“ erhielt sieben Oscar- Nominierungen.
„Zweimal Lebenslänglich“, Premiere am Sonnabend, 14. Januar, 20 Uhr. Kartentelefon: 39 90 58 70.
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