Der Schleepark soll neu gestaltet werden

Nächster Treff am Samstag, den 13. April, 10:00-14:00 Uhr im Schleepark.
 
Trotz winterlicher Minusgrade war die Neugierde der Besucher groß.
Hamburg: Schleepark | In früheren Zeiten war der Park bei der Behnstraße ein Begräbnisplatz der Gemeinde der Hauptkirche Altona St. Trinitatis und beherbergt dort heute noch berühmte Altonaer.
Auf ihm befand sich auch mal das „Realgymnasium“, an dem Dr. Ernst Schlee, Begründer der ältesten deutschen Reformschule und des sogenannten „Altonaer Schulsystems“, Direktor war. Ihm zu Ehren wurde er Schleepark benannt. Aber die meisten Anwohner wissen nicht, dass er so heißt und nennen ihn Behnpark, oder auch liebevoll „Behni“, da er sich nahe an der Behnstraße befindet.
Nun ist geplant, den Schleepark mit seinem Spielplatz „Behni“ neu zu gestalten, sowie die südlich anschließende, grüne Wegeverbindung zwischen Struenseestraße und Palmaille mit dem darin gelegenen Spielplatz. Das Bezirksamt Altona und die steg Hamburg mbH hatten deshalb alle Interessierten am Freitag den 5.April, vor Ort im Park eingeladen, damit sie ihre Ideen und Wünsche in das Beteiligungsverfahren mit einbringen konnten.
Trotz winterlichen Minusgraden war die Neugierde der Besucher groß, obwohl nicht so viele gekommen waren wie erwartet. Dabei hätte doch nun jeder die Chance gehabt etwas beitragen zu können, damit der Schleepark später mal eine positive Veränderung erfährt.
Kinder brachten selbst gemalte Bilder mit, auf denen sie ihre Wünsche zeigten, wie einmal der Behni-Spielplatz nach ihren Vorstellungen aussehen soll.
Ich konnte einen kleinen Beitrag leisten, in dem ich anhand historischer Fotos zeigen und erklären konnte, wie der Park in der Vergangenheit ausgesehen hatte und wieviel wertvolle Geschichte er besitzt. Anwohner erzählten, was sie an den Park nicht so gut finden und was geändert werden könnte. Durch das Abholzen der Büsche und Bäume, zum Beispiel, gibt es kaum noch Schatten, und es wird dadurch kaum noch ein Sichtschutz für die spielenden Kinder geboten. Die Eltern der Kinder wünschen sich mehr Büsche.
Da die ehemalige Catharinenstraße, die einst die Verbindung zwischen Struenseestraße und Königstraße war, in den 80ern zugemacht wurde, wird der Park mehr als Durchgang genutzt und nicht als Entspannungsort. Den Spielplatz finden die meisten gut, aber nicht gut gestaltet - er könnte noch aufgewertet werden. Eine Infotafel, die über die Geschichte des Ortes Auskunft gibt, darf natürlich auch nicht fehlen,um nur wenige weitere Beispiele zu nennen, die vorgeschlagen wurden. Gegen eine Neugestaltung war kaum jemand, wenn sie zugunsten aller positiv ausfällt.
Ludger Schmitz von der „steg Hamburg mbH“gab weitere Auskunft:"Der ganze Stadtteil Altona Altstadt ist in einem Bund-Länder-Programm, das heißt:„Soziale Stadt“, und da geht es um Investitionen in den Stadtteilen und bestimmte Zielsetzungen. Altona-Altstadt hat die Hauptzielsetzung Familienfreundlichkeit herstellen. Dazu gehört die ganze Infrastruktur - von Schulen, Kita, Grünanlagen, Spielplätze, alles was Familien so brauchen, bis hin zum Einkaufen. Um das zu erreichen, gibt es Zuschüsse vom Bund und auch von der Stadt Hamburg. Eine Voraussetzung für die Planung, wie beispielsweise in diesem Fall die Neugestaltung eines Parks oder eines Spielplatzes, ist, dass vorher ein Beteiligungsverfahren gemacht wird, dass man mit den Anwohnern spricht und sie mit einbezieht. Bis 2017 haben wir Zeit und Geld, um Einzelmaßnahmen im Stadtteil zu machen. Die Leute im Jahre 2017 können dann sagen:“Ja, es ist zwar noch nicht alles gut, aber aus der Sicht von Familien ist es deutlich besser als vor fünf Jahren“.
Damit alles gut wird, gibt es noch eine weitere Chance, Ideen und Vorschläge vorzutragen. Am Samstag, den 13.April, findet von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr im Schleepark ein weiteres Treffen mit steg Hamburg mbH statt.
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Michael Borkowski aus Altona | 07.04.2013 | 09:45  
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