Der Nobistor-Pfeiler ist zurück

Bezirksamtleiter Hamburg-Mitte Andy Grote und Helmuth Barth Vorsitzender des Vereins der Denkmalpflege enthüllen den Nobistor-Pfeiler.
 
Bezirksamtleiter Hamburg-Mitte Andy Grote und Helmuth Barth Vorsitzender des Vereins der Denkmalpflege vor dem noch eingehüllten Nobistor-Pfeiler.
Wie versprochen, ist der circa 170 Jahre alte gusseiserne Seitenpfeiler vom Nobistor, der in der Vergangenheit die Grenze zwischen Hamburg und Altona markierte, restauriert und wie neu an seinem alten Platz zurück. Am 5. November, um die Mittagszeit herum, wurde das historisch wertvolle Schmuckstück wieder aufgestellt und von Fachkräften am Boden fest verankert.
Diplom-Restauratorin Beatrix Alscher, die vor Ort aufgepasst hatte, dass das „Nobis Bene-Schild“ des Pfeilers vor dem Verankern Richtung Straße gedreht wurde und nicht fälschlicherweise zur Gehwegseite, berichtete:„ Ich habe, glaube ich, noch nie in meinen Leben so ein schweres Objekt bewegt und gehändelt, vor allem auseinandergelegt und wieder zusammengebaut. Das wäre niemals möglich gewesen, hätten wir da in Berlin nicht diese Infrastruktur mit einer Bronzegießerei, wo wir einen Drei-Tonnen-Kran haben, um das Ganze bewegen zu können. Mit einer konventionellen Werkstatt wäre das wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Schon alleine das Zwischenteil des Pfeilers wiegt 400 Kilo. Dann mussten die einzelnen Platten bewegt und die ganze Innenkonstruktion gebaut werden, dafür war viel Kranarbeit nötig. Hierbei habe ich sehr viel dazu lernen können.“
Um den Seitenpfeiler herum wurde eine Präsentationsfläche aus Kopfsteinpflaster geschaffen, die das Bezirksamt Mitte sponserte. Vor dem Nobistor-Pfeiler gut sichtbar eingelassen befindet sich nun auch eine Informationstafel und sorgt für Aufklärung. Damit das gute Stück beim Vorbeigehen auch gut sichtbar wird und Aufmerksamkeit bekommt, wurde schon vorher die einst nahe stehende Telefonzelle entfernt. Nach dem Aufsetzen der Laterne gab es eine Lichtprüfung, diese konnte positiv abgeschlossen werden. Bis zur Einweihung blieb der Pfeiler schützend in einer grauen Filzvliesdecke eingewickelt und ähnelte bis dahin einer Zigarre. Die Restaurierung und die Herstellung der Informationstafel, finanzierte der Verein Freunde der Denkmalpflege e.V.
Am Vormittag des 15. November war es dann so weit. Die Filzfliesdecke wurde vor der Einweihung vom Pfeiler entfernt und gegen eine große rote Fahne mit Hamburg Wappen ausgetauscht, die ihn komplett einhüllte. Etwas später kam noch eine kleinere Fahne mit dem Wappen von Altona hinzu, die Wolfgang Vacano, Vorsitzender des Altonaer Stadtarchiv e.V, mitbrachte und als Symbol für die Altonaer Seite am Pfeiler mit befestigte. Einige befremdliche Blicke von den Besuchern waren daraufhin wahrzunehmen, bis sie die Informationen von Vacano bekamen, welchen Zweck diese Extra-Fahne erfüllen sollte.
Als der Nobistor-Seitenpfeiler nach den Dankesansprachen von dem Bezirksamtleiter Hamburg-Mitte Andy Grote und Helmuth Barth, Vorsitzender des Vereins der Denkmalpflege, enthüllt wurde, gab es ein regelrechtes Blitzlichtgewitter der Fotografen, die diesen spannenden und seltenen Moment festhalten wollten.
Die Restaurierung des Nobistor-Seitenpfeilers zeigt, dass es sich lohnt, die letzten historischen Zeitzeugen, die wir noch haben, zu retten und für die Nachwelt zu erhalten.
Wer mehr darüber wissen möchte kann das unter:

www.altonaer-stadtarchiv.com
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