Den Holstenkamp bloß nicht verlängern

Holstenkamp (links) oder Hogenfeldweg (rechts)? Die BI Volkspark bevorzugt die zweite Variante. Foto: cvs

Wohnen am Volkspark: Anwohnerinitiative will Durchgangsverkehr verbannen

Ch. v. Savigny, Bahrenfeld

Schon in drei Jahren geht es los: Ab 2020 sollen in einem Bogen rund um den heutigen Haupteingang des Altonaer Volksparks an der August-Kirch-Straße rund 2.200 Wohnungen entstehen. Unter dem Titel „Wohnen am Volkspark“ plant die Stadt Hamburg eines der größten Wohnprojekte der vergangenen Jahre. Das Gelände der Trabrennbahn wird überbaut, ebenso wie Kleingärten – letztere sollen ab etwa 2025 auf den dann fertiggestellten Autobahndeckel der A7 umziehen.
Wo viele Menschen wohnen, benötigt man vor allem eines: Straßen. Eine geschwungene Allee mit dem schönen Namen „Park Lane“ an der Rückseite der neuen Wohnsiedlung soll laut Planung des Wettbewerbssiegers (Büro Leismann AG / Maurus Schifferli Landschaftsarchitekten) die Aufgabe der Verkehrsanbindung übernehmen. Zu dem Zweck soll der Holstenkamp quer über den Autobahndeckel hinweg verlängert werden und an die „Park Lane“ anschließen.

Dagegen wehrt sich die Bürgerinitiative (BI) Volkspark, ein Bündnis betroffener Anwohner. Die BI bevorzugt eine Anbindung über den Hogenfeldweg. „Mit dieser Variante würde man deutlich weniger Wohngebietsfläche zerschneiden“, sagt Lars Janning, Anwohner des Lutherparks. Die Initiative will den Hogenfeldweg in Richtung Winsbergring verlängern, also durch Gewerbegebiet.
Behörde kann sich mit Ini-Vorschlägen nicht anfreunden
Zudem plädieren die Anwohner für ein Tempo-30-Limit. „Offiziell sollen dort 15.000 Autos pro Tag fahren (Durchschnittswert einer Stadtstraße, d. Red.)“, so Janning. „Wir rechnen aber mit weitaus mehr Fahrzeugen, weil man über die neue Route die Stresemannstraße umgehen kann.“ Am liebsten möchte die BI den Durchgangsverkehr ganz verbannen. „Wenn die Straße gar nicht erst bis zur Luruper Chaussee durchgeht, hat sich das Problem von selbst erledigt“, sagt Janning.
Doch an dieser Stelle sind die Planungen bereits in vollem Gange. An der Kreuzung Notkestraße/Ebertallee/Luruper Chaussee („Ebertplatz“) entsteht ab 2018 ein Kreisverkehr, außerdem werden die Bushaltestellen neu verlegt. Auch mit dem Vorschlag „Hogenfeldweg“ kann sich die Stadtentwicklungsbehörde (BSW) nicht anfreunden. „Die vorgeschlagene Trasse verläuft nicht durch ein Industriegebiet, sondern durch eine Landschaftsachse“, sagt BSW-Sprecherin Constanze von Szombathely. Außerdem würde die Alternativroute weniger Wohnungen ans Straßennetz anschließen.
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3 Kommentare
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Alexander Janus aus Bahrenfeld | 03.05.2017 | 13:58  
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A. Held aus Bahrenfeld | 03.05.2017 | 21:04  
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Alexander Janus aus Bahrenfeld | 04.05.2017 | 10:07  
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