Demonstrationsfahrt auf der Elbe

  Demonstrationsfahrt auf der Elbe

Auf Einladung von Monika Lühmann waren wohl an die 50 Prominente, Bürgerschaftsabgeordnete aller Parteien, interessierte Bürgervereine von diesseits und jenseits der Elbe von Billstedt bis Wedel, sogar ein ehemaliges Vorstandsmitglied der HADAG und Damen der Gemeinschaft, Projektwandel, Verband selbstständiger Frauen, gekommen, um auf der altehrwürdigen MS „Viktoria“ gebaut um 1901 für eine verlässliche Fährverbindung von Hamburg bis Wedel und ins Alte Land zu demonstrieren.

Los ging es vom Fähranlieger Wittenbergen. Der Vorstand des Blankeneser Bürger-Vereins war prominent vertreten. Der Vorstandsvorsitzende ließ sich sogleich mit Frau Lühmann fotografieren und hatte ein originelles Haltestellenschild mit den Aufsatz Fährlinie mitgebracht. Das Wetter war schön und die Stimmung heiter. In Schulau wurde am neuen Anleger Willkomm-Höft“ angelegt. „Wir begrüßen die MS“Viktoria“ und ihre Gäste hier in Wedel und hoffen, dass wir sie öfters in Zukunft begrüßen können. So ertönte es laut aus den Lautsprechern des Schulauer Fährhaus über die Elbe und dann die Nationalhymne. Das übliche Harmonialied wurde geflissen nicht angespielt. Die MS „ Viktoria“ antwortete mit dem Typhon und das hörte sich sehr nach dem Kanon „Meister Jacob schläfst du nicht“, an. Der Vertreter der Stadt Wedel wies auf den neuen Hafen hin und der große Jachthafen und Barlachhaus und Wedeler Au und dann zum Schluss die Bitte „Gebt uns eine Chance“. Wir benötigen dringend eine Fährverbindung nach Schulau. Wir haben auch eine regelmäßige Fährlinie Schulau – Lühe“.

Fritz Kröger war vor Jahrzehnten im Vorstand der HADAG. Die HADAG wäre eine Pensionskasse mit einigen Fährschiffen. Doch hatte sie in den siebziger Jahren 15 Millionen Fahrgäste und heute nur noch 6 Millionen Fahrgäste und zumeist Menschen, die aus touristischen Zwecken die Fähren benutzen. Die beliebten Hafenrundfahrten werden mit einem 50 Jahre alten Schiff betrieben. Das Preis für eine einstündige Hafenrundfahrt beträgt exorbitante 18 Euro- Vergleichbare Angebote in Amsterdam und auf dem Rhein sind deutlich günstiger. Die HADAG macht Verlust, aber sie trägt kein Risiko. Der Hamburger Staat gleicht das Manko aus. Ideen und Änderungen, die Geld kosten sind unter diesen Umständen nicht gefragt.

Herr Klar aus Buxtehude weist auf den schönen Buxtehuder Hafen hin, der kürzlich restauriert wurde. Die Bundesregierung wird zukünftig die Este ausbaggern und somit für die Schifffahrt befahrbar machen. Die Estemündung liegt auf Hamburger Grund. Für das Ausbaggern der Estemündung wäre kein Geld da, hört man aus Hamburg. Man hofft auf einen Neuanfang bei der Werft Sietas in Neuenfelde. Aus dem Alten Land gibt es viele Pendler, die sicherlich gerne mit der Fähre nach Hamburg fahren würden. Aber zurzeit, weiß man nicht, ob die Fähre nach Cranz oder Neuenfelde fährt oder sogar nach Finkenwerder. Plötzlich liegt unsere MS „Viktoria“ auf Schlick und hat sich festgefahren. Frau Lühmann hebt die Hände hoch und versichert, dass das nicht geplant war. Da das Wasser abläuft, sehen viele schon schwarz, dass man hier wohl bis zur nächsten Flut ausharren müsse. Ich spendiere mir eine Knackwurst, bevor der Proviant zur Neige geht. Aber wir haben viele Leute vom Fach an Bord und mit Klaus Schade als Beistand kam man wieder frei. Die Forderung die Elbe als Nahverkehrsweg zu betrachten wird uns mitgeteilt. Bus, Bahn, Fähre, Rad mit einander verbinden. Leihradstationen in Neuenfelde und Buxtehude einrichten. Damit Rundfahrten durch das Alte Land möglich sind. Das sollten wir anpacken. Hamburg bewirbt sich für die Olympiade 2024. Da wäre eine Fährverbindung nach Blankenese - Schulau ein Pfund mit dem man wuchern könnte. Dem Senat in Hamburg werden hoffentlich die Ohren klingeln.

Heiner Fosseck
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