Demonstration für Flüchtlinge in Blankenese

Demonstration für Flüchtlinge in Blankenese

Nach den Vorfällen im Björnsonweg, wo einige Anwohner mit rabiaten und juristischen Mitteln vorerst einen Neubau einer Flüchtlingsunterkunft in Blankenese verhinderten , hatte der Runde Tisch und die Blankeneser Kirchengemeinde, sowie der Blankeneser Bürger-Verein zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Blankeneser Marktplatz aufgerufen. Man wollte auch ein Zeichen setzen, um den beschädigten Ruf von Blankenese wieder herzustellen, der durch teilweise unrichtige und infame Berichte in den Medien entstanden ist. Viele Blankeneser haben vor 70 Jahren selbst erfahren müssen, was Flüchtlinge ,die alles verloren hatten, erleiden mussten.
Etwa 800 Menschen waren auf dem Blankeneser Markt und in den angrenzenden Straßen versammelt, als pünktlich um 18 Uhr das Glockengeläut der Blankeneser Kirche die Kundgebung eröffnete. Pastor Klaus Poehls begrüßte die Versammlungsteilnehmer. Sei es doch ein Ausdruck der Solidarität mit den Flüchtlingen. Man wolle nicht ausgrenzen, sondern Brücken bauen. Nicht mit den Finger auf andere zeigen, dessen Meinung anders ist. Ja. Blankenese ist ein solidarischer Ort. Ja, zu den Flüchtlingen. . Anschließend sprach Helga Rodenbeck vom Runden Tisch. Blankenese ist für Flüchtlinge. Wir sind für den Neubau einer Flüchtlingsunterkunft in Blankenese. Prof. Dr. Jürgen Weber, Vorstandsvorsitzender des Blankeneser Bürger-Vereins, sprach sich für den Bau von Unterkünften für Flüchtlinge aus. Der Bürger-Verein arbeitet mit Bürgervereinen im Hamburger Westen und mit der Politik und dem Runden Tisch eng zusammen . Nach den Reden formierte sich ein großer Demonstrationszug von 800 bis 1000 Teilnehmern durch die Bahnhofstraße, Blankeneser Landstraße und zurück zum Marktplatz Die Beamten der Polizei hatten alles im Griff und haben den Verkehr vorausschauend angehalten. Mit einer Flüstertüte teilte Pastor Poehls das Ende der Veranstaltung mit. Danach ,vor einer Eisdiele , saß man bei Eis oder Pizza mit Mitgliedern vom Runden Tisch und acht jungen arabischen Flüchtlingen zum Plausch beisammen.
Heiner Fosseck
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