Das kleinste Kino Altonas?

B-Movie, das Kino auf St. Pauli.
Wenn man es genau nimmt, befindet es sich noch auf dem Altonaer Gelände vor dem historischen Grenzübergang zu St. Pauli, was auf dem Grenzstein zwischen Altona und Hamburg von 1896 sehr gut zu erkennen ist: In der Brigittenstraße Nr. 5 auf einem Hinterhof ist das aus meiner Sicht „kleinste Kino Altonas“. Da die Grenzen aber bis 1938 noch anders verliefen, gehören heute nun einige Gebiete von Altona zu St. Pauli und anders herum, somit ist es heute richtig, dass es sich „B-Movie, das Kino auf St. Pauli“ nennt.
Als junger Mann und Filmfreak hatte ich mal den Traum, ein kleines Kino zu besitzen, in dem nur klassische Filme vorgeführt werden, wie z.B.: Casablanca, 12 Uhr mittags oder Chaplins Goldrausch, und Filmfans könnten sich dort an einer gemütlichen Bar ihre Filminfos austauschen. Leider blieb es nur bei diesem Traum, aber hier in der Brigittenstraße gibt es so etwas ähnliches, ein kleines Kino mit einer Bar.
Seit 1987 wird das Kino, in dem sich vorher eine Autowerkstatt und zwischendurch ein Fitnessraum befand, von dem gemeinnützigen Verein „B-Movie Kulturinitiative auf St.Pauli e.V.“geführt, der dort ein unabhängiges und reichhaltiges Kino- und Kulturprogramm anbietet.
Am Anfang wurden dort noch politische Filme vorgeführt, woraus sich im Laufe der Zeit das Cineastenprogramm entwickelte. Einige haben das bedauert und andere haben es begrüßt. Es blieb bis heute bei dem Cineastenprogramm. Hier werden die Filme noch analog vorgeführt, was ich als sehr besonders empfinde. Ein Film ohne Schrammen, Fusseln oder Klebestellen ist für mich kein Film, aber das Digitalzeitalter holt auch den Verein ein und muss sich damit auseinandersetzen. Natürlich möchte man weiterhin analog vorführen, aber um auch bestimmte Programmthemen zeigen zu können, bleibt es nicht aus, aufrüsten zu müssen. Es wird bald auch schwierig werden, bei den Verleihern weiterhin 35 mm Filme zu bekommen, denn auch die steigen auf digital um.
Spendengelder, auf die das Kino angewiesen ist, sollen den Umbau ermöglichen.
Wer Lust auf Film bekommen hat und neugierig geworden ist, sollte das „Wohnzimmer unter den Hamburger Kinos“mal besuchen. Zur Zeit läuft dort im August das Thema Hip Hop, was sehr gut besucht wird.


Weitere Infos unter:

www.b-movie.de/handvolldollar
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2 Kommentare
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G. V. aus Altona | 27.08.2013 | 09:47  
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Benjamin Harders aus Blankenese | 28.08.2013 | 18:37  
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