Das Glück zwischen Farben und Pinseln

Thomas Rath, Obermeister der Maler- und Lackierer- innung Hamburg, gratulierte Maren Buchwald zu ihren tollen Leistungen. (Foto: pr)

Malerin und Lackiererin Maren Buchwald ist Hamburgs beste Nachwuchsgesellin 2016

Von Jasmin Bannan

Wenn Maren Buchwald über ihre Arbeit redet, leuchten Ihre Augen. „Ich liebe meinen Job, es ist zu ungeheuer vielfältig, und man kann so kreativ sein – ich bin sehr glücklich.“ Das kann die 32jährige Gesellin durchaus sein und darüber hinaus auch stolz: Gerade wurde sie von der Maler- und Lackiererinnung zur besten Hamburger Malergesellin 2016 gekürt.
Dabei war ihr beruflicher Start eher schwierig: Aufgewachsen in Tostedt südlich von Hamburg ging Maren Buchwald nach einem „eher schlechten“ Hauptschulabschluss nach Hamburg, um dort eine Lehre als Malerin und Lackiererin zu absolvieren. „Das lief damals gar nicht rund“, erinnert sich die junge Frau, die heute auf der Sternschanze wohnt. Dreimal wechselten die Lehrherren in der Firma. Dann verlor sie selbst die Lust und schmiss hin. „Damals habe ich viel gegrübelt, wie ich das Beste aus meinem Leben machen kann. Ich wusste einfach nicht, was ich tun sollte“.
Dann entschied sich Maren Buchwald wieder für die Schule: In der Abendschule holte sich ihren Realschulabschluss nach und machte dann sogar ihr Abitur – mit einer anständigen Note, wie sie Augenzwinkernd sagt. „Tagsüber habe ich gejobbt, am Abend habe ich gelernt ­­– eine harte Zeit, aber es hat sich gelohnt.“
Schon während des Abiturs entschied sie sich erneut für eine Maler- und Lackiererausbildung im Eidelstedter Betrieb Horst Hänl. Einen „Glücksgriff“ nennt die Malergesellin ihren Lehrbetrieb und auch ihren Chef. „Der Beruf bietet großartige kreative Möglichkeiten, ich bin wirklich rundum zufrieden. Ich würde mir allerdings wünschen, dass noch mehr Frauen sich trauen, diesen wunderbaren Job zu machen.“

Fitnesstraining – auch für die Arbeit
Privat kuschelt Maren Buchwald gerne mit Katze Paula. Mit ihrer Partnerin sucht sie nun eine neue Wohnung, um dann den Feierabend gemeinsam ausklingen lassen zu können.Durch Fitnesstraining und Longboardfahren hält sich Maren Buchwald fit – ein Muss, wie sie sagt, da man als Malerin häufig wiederkehrende Bewegungsabläufe ausführen muss, die die Muskeln belasten.
Auch beruflich ist die Super-Malerin im Maler- und Lackiererhandwerk wieder in Bewegung. „Eine Meister-Ausbildung kann ich mir durchaus vorstellen, jetzt möchte ich aber erst einmal noch viel Praktisches lernen.“
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