Das Blumen-Wunder von Altona

Auch ein schnöder Autobahnzubringer kann richtig schön aussehen: die Walderseestraße im Frühlingsschmuck.

Gartenbauer setzten im Herbst 100.000 Blumenzwiebeln ­ – und ernten jetzt jede Menge Lob

So bunt war der Frühling im Bezirk Altona noch nie! Eine Blumen-Explosion säumt die Straßen. Ob an der Walderseestraße, entlang Osdorfer und Sülldorfer Landstraße oder am Hohenzollernring: Dicht an dicht drängen sich dort seit Wochen knallgelbe Narzissen, Tulpen in allen nur denkbaren Farben und blaue Perlhyazinthen.
Nachdem in vergangenen Jahren öfter über das triste „Straßenbegleitgrün“, wie es in Beamtendeutsch heißt, geklagt wurde, ist in diesem Jahr alles anders. Auf manchen Strecken war die Blumenpracht so spektakulär, dass sie als Verkehrsberuhigungsmaßnahme diente: Runter vom Gas, erstmal gucken!
Zu verdanken ist Altonas farbenfroher Frühling den Gartenbauern im Bezirksamt. Die haben schnell geschaltet, als im letzten Jahr die Ausschreibung einer Firma aus den Niederlanden bei ihnen eintraf. Fix waren 100.000 mehrjährig blühende Blumenzwiebeln gekauft und im vergangenen Herbst nach Mustern maschinell gesetzt, vor allem an den Ausfallstraßen. Kosten der gesamten Aktion? Erstaunlich wenig: 10.000 Euro.
Die meisten Blumen werden auch in den kommenden Jahren blühen. Lediglich an besonders schattigen Orten wird vermutlich nachgepflanzt werden müssen. Anderswo ist zu erwarten, dass sich die Blumenteppiche ausdehnen. Bezirksamtssprecher Martin Roehl: „Teilweise werden die Blumen vier und mehr Jahre blühen und sich selbstständig weiter verbreiten.“ Einziger Nachteil: die Grünflächen an den Straßen werden in diesem Jahr ein bisschen später gemäht. Denn die Blätter der Frühlingsblüher dürfen erst dann abgeschnitten werden, wenn sie völlig vertrocknet sind und die Kraft wieder in die Zwiebel zurückgekehrt ist.
Bezirksamtssprecher Roehl: „Die Mitarbeiter der Gartenbauabteilung freuen sich: Sie haben wegen dieser Pflanzaktion sehr viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung bekommen.“
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