Das Auto ist kaputt - wer zahlt?

Der gebrauchte Opel Movano blieb schon bei der ersten Ausfahrt der HSV-Fans stehen und ließ sich nicht mehr starten. (Foto: privat)

HSV-Fanclub blieb mit gebrauchtem Transporter liegen - jetzt gibts Ärger um die Gewährleistung

Von Gaby Pöpleu

Heftiger Streit um einen gebrauchten Opel Movano: Schon bei der ersten Fahrt mit blieb der Fanklub „HSV-Rollis“ mit dem Neunsitzer liegen. Der Grund: Diverse kaputte Teile am Fahrzeug, rund 1.200 Euro Reparaturkosten. „Wir bleiben womöglich auf dem Schaden sitzen, weil der Autohändler nichts dazuzahlen will“, fürchtet Olaf Kuzel, Vorsitzender der HSV-Rollis, „Das ist katastrophal!“
Die Vorgeschichte: Die „HSV-Rollis“ - ein Fanklub, deren Mitglieder gehbehindert und daher auf den Rollstuhl angewiesen sind - suchten einen fahrbaren Untersatz, um besser zu den Spielen ihres Vereins zu gelangen. Im Februar hatte das Elbe Wochenblatt am Wochenende darüber berichtet, im März konnte tatsächlich bei ABC-Automobile in der Bramfelder Chaussee für 4.700 Euro ein Opel-Movano, Baujahr 2004, angeschafft werden. Doch das Auto fährt bis heute nicht richtig.

Sehr viele kaputte Teile trotz TÜV-Stempel

Olaf Kuzel beschwerte sich beim Händler. „Ich bat telefonisch um Nachbesserung“, sagt Kuzel, „Es war aber nichts zu machen, er lehnte ab.“ Daraufhin schaffte Kuzel das Fahrzeug in die Werkstatt seines Vertrauens, zum Bosch Car Service
Koberger.
Dort stellte man fest: Kraftstoffpumpe, Raildrucksensor (regelt die Kraftstoffeinspritzung) und ein Abgasrückführungsventil arbeiteten nicht,
eine Kraftstoffleitung war durchgerostet und hatte ein Leck, die Batterie war zu klein, die Standheizung war falsch eingebaut. Und das, obwohl das Fahrzeug gerade den TÜV-Stempel bekommen hatte. 1.200 Euro sollen die HSV-Rollis für die Reparatur blechen. „Soviel haben wir nicht“, sagt Kuzel, „Wir hatten nur noch 500 Euro in der Kasse, den Rest habe ich privat bezahlt.“

Autohändler beteiligt sich an den Reparaturkosten

Tobias Klecha, Juniorchef von ABC-Automobile, hat
Kuzels Beschwerde anders in Erinnerung. Er ist stinksauer. „Wir haben Herrn Kuzel dreimal telefonisch und zweimal schriftlich darauf hingewiesen, dass er das Fahrzeug zum Nachbessern bringen könne.“ Man habe sogar angebotem, den Transporter abzuholen. Aber Kuzel habe lautstark abgelehnt. Kuzel sagt dagegen, der Nachbesserung sei erst zugestimmt worden, als der Wagen schon repariert worden war.
Um sich trotz allem im Guten zu einigen, ist Autohändler Klecha bereit, 250 Euro zu den Reparaturkosten dazuzugeben. „Das ist in Ordnung“, sagt Kuzel, „Auch wir werden nichts weiter unternehmen.“
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