Containerbrände machen Altonaern Angst

Sie befürchten, dass die Flammen das nächste Mal auf ihr Haus übergreifen könnten: Pamela Leske-Westphal und Thomas Leske aus der Biernatzkistraße. Foto: cvs

Biernatzkistraße: Brennende Papierbehälter standen offenbar zu nahe an der Hauswand

Für die Betroffenen war es eine eher unschöne Erfahrung: Gleich dreimal brannten im Sommer die vor ihrer Haustür in der Biernatzkistraße abgestellten Papiercontainer. „Der Rauch zog bis in die obersten Stockwerke“, berichtet Anwohnerin Pamela Leske-Westphal. „Es war kaum auszuhalten.“ Weil die großen metallenen Behälter sehr nah an der Hauswand standen, hatten sie und ihre Mitbewohner Sorge, die Flammen könnten auf das Gebäude übergreifen. „Wir haben uns bei der Stadtreinigung wegen des zu geringen Abstandes beschwert“, so Leske-Westphal weiter. Diese sei der Bitte im Anschluss auch nachgekommen. „Inzwischen steht aber schon wieder ein neuer Papiercontainer direkt am Haus“, sagt die Anwohnerin.

„Fünf Meter Abstand wurden eingehalten“, so Fiedler


Wer für das Feuer verantwortlich ist, bleibt unklar. „Es haben sich keine Täterhinweise ergeben“, sagt Polizeisprecherin Karina Sadowsky. Gelegt worden seien die Brände am 14., 17. und 25. Juli, jeweils zwischen 21 Uhr und 4 Uhr morgens. Aufgrund der ungünstigen Lage der brennenden Container – vor den Papierbehältern stand eine Reihe von Glascontainern – kam die Feuerwehr nach Aussagen der Bewohner nicht an den Brandherd heran. Schließlich seien die mittlerweile glühendheißen Container umgekippt, mit Brechstangen geöffnet und der brennende Inhalt mit dem Wasserschlauch gelöscht worden. „Die Reste davon lagen anschließend noch tagelang vor unserer Haustür“, sagt Leske-Westphal.
Inzwischen haben die Zündeleien aufgehört – jedenfalls vorerst. Glas- und Papiercontainer haben den Standort gewechselt. Eine neue Blechkiste für Altpapier steht jedoch wieder ganz nahe an der Hauswand und facht die Angst von Neuem an. „Muss es erst Tote und Verletzte geben, bevor dort etwas passiert?“, fragt die Anwohnerin.
Entwarnung: Nach Auskunft der Stadtreinigung (SRH) wurde der betroffene Behälter aus Rücksichtnahme gegenüber den Bewohnern inzwischen umgestellt. Von einem zu geringen Sicherheitsabstand will die SRH allerdings nichts wissen: „Die vorgeschriebenen fünf Meter wurden schon vorher eingehalten“, sagt SRH-Sprecher Reinhard Fiedler.
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