Braucht der HSV eine Bahn-Station?

Tausende Besucher strömen zu HSV-Heimspielen oder Konzerten in den Arenen in Bahrenfeld – bekommen diese auch einen Bahnanschluss? Foto: hsv

Bahnpläne für den Westen: CDU will Südtrasse –
SPD hält sich bedeckt

Carsten Vitt, Hamburg-West

Eine Bahnverbindung nach Lurup und in den Osdorfer Born ist wichtig – darin stimmen Altonaer Bezirkspolitiker überein. Bei der Frage nach einem extra Halt für die Arenen gehen die Meinungen auseinander – die wichtigsten Fragen und Antworten.

Worum geht es?
Eine neue Bahnlinie soll nach Jahrzehnten des Wartens endlich Lurup und den Osdorfer Born per Schiene an die Innenstadt anbinden.
Die Favoriten des Senats sind eine U-Bahn von Stellingen aus über die Arenen und Lurup in den Born oder eine S-Bahn von Diebsteich aus über Bahrenfeld, Lurup in den Born (das Elbe Wochenblatt berichtete).

Was sind Vor- und Nachteile der Strecken?
Je nach Route werden bestimmte Viertel bevorzugt. Bei der Nordvariante stehen Stellingen und Lurup besser da, Bahrenfeld wird benachteiligt. Auch die Arenen, die bei HSV-Heimspielen oder bei Konzerten in der Barcalaycard Arena von zehntausenden von Menschen besucht werden, würden mit einem direkten Halt profitieren.
Anders sieht das bei der Südvariante aus: Die Strecke an der Trabrennbahn vorbei und dann weiter die Luruper Chaussee entlang erschließt die bestehenden und vor allem neu geplante Bahrenfelder Wohngebiete besser.

Was sagt die Bezirkspolitik?
Altonas CDU-Fraktionschef Uwe Szczesny ist klar für die Südvariante, da so die neuen Quartiere am besten angebunden werden. Weiteres Argument: Die Universität plane den Ausbau naturwissenschaftlicher Fachbereiche in Bahrenfeld, tausende Studenten müss-ten da ebenfalls gut hinkommen. Ein extra Halt bei den Arenen? „Eine Stichstrecke zu den Arenen wäre schön. Wenn das nicht klappt, brauchen wir einen vernünftigen Shuttleverkehr mit Bussen.“
Thomas Adrian, Fraktionsvorsitzender der SPD, mag sich noch auf keine Variante festlegen. „Oberstes Ziel muss es sein, für die Menschen im Hamburger Westen, insbesondere in Lurup, Osdorf und den neuen Quartieren in Bahrenfeld eine gute und schnelle Schienen-Anbindung Richtung Altona und zurück zu realisieren“, sagt der Luruper. Der Bürgerschaft werde im Frühjahr ein Vergleich der sieben möglichen Varianten vorgestellt – danach wolle sich die SPD in Altona auf einen Favoriten einigen.
Die Initiative Starten:BahnWest hat diesen schon: Sie plädiert wie Szczesny für die südliche S-Bahn-Variante.

Das sagt die Verkehrsinitiative
Gerhard Sadler von der Verkehrsinitiative Starten:BahnWest: „Der Osdorfer Born ist seit 50 Jahren abgehängt und braucht jetzt endlich für eine Teilhabe an Lebensqualität in der Stadt so schnell wie möglich eine Schnellbahnanbindung.
,So schnell wie möglich’ kann nur heißen: Ausfädelung einer S-Bahn ab Diebsteich über Bahrenfeld, unabhängig vom 28 Kilometer-Projekt U5 durch die gesamte Stadt über Hoheluft oder Lokstedt.
Die Arenen wären auch damit von einer Haltestelle Stadionstraße her gut angebunden; Wenige hundert Meter Fußweg sind nach der Aufregung eines HSV-Spiels sehr erfrischend. Nach dem Ergebnis eines Beteiligungsprozesses vor wenigen Jahren liegen die hauptsächlichen Fahrtziele aus Schenefeld, Lurup und Osdorfer Born ganz klar in Altona und in der Innenstadt. Ein Umweg über Lokstedt oder Hoheluft würde dem nicht entsprechen.“
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