Boah, ey!

Ein jeder kennt den C&A- Laden im ersten Geschoss des Mercados, zumindest wenn er aus Altona kommt.
Früher, das weiß man noch dunkel, befand sich in dieser Ecke mal ein Hallenschwimmbad. Das Bismarck-Bad.
Das ist auch nett, so ab und zu mal baden zu gehen.
Mit Badekappe auf dem Kopf in die Wellen hineinzutauchen, das hat ja was. Einen Köpper vom Springturm zu versuchen, wieso nicht?
„Macht Platz!“ und dann Platsch … Menschen machen so etwas.

Aber kommen wir zurück zu C & A, in der sich die nun folgende Anekdote abspielte.
Lisa und Tony hatten sich einen Scherz überlegt.
Wir wissen alle um die Bedürftigkeit der Menschen, nach einem lieben Wort, nach Gesten der Zuneigung, nach Bestätigung.
Holla, klar wissen wir das!
Lisa also, tat plötzlich so als sei sie ein schüchternes Mädchen (in Wahrheit ist sie eine tätowierte Biker-Lady, männermordend) und trat im neuen Kleidchen aus der Umkleidekabine hervor.
„Steht es mir?“, fragte sie schüchtern und leise, nach der berühmten Bestätigung suchend.
Tony hätte nun sagen können: „Steht dir gut, Baby! Dreh dich um und zeig mir deinen Arsch! Applaus, Chapeau!“
Das tat er aber nicht.
„Boah ey, wat bist du so fett geworden!“, meinte er stattdessen.
Und improvisierte fortan, mit den Begriffen: „Nutella, Wampe und Dicke“ spielend.
„Boah ey, du fette Schnalle!“
„Und du erst, mit deinem Bierbauch, Deinem Gestöhne, wenn du nur einen Schritt von der Couch weg machst, hör mir bloß auf!“
Nun, zum Ende dieser Geschichte fielen sie sich lachend in die Arme.
Selbstironie ist alles.
Ein Lächeln auf den Lippen … boah ey,
wat bist du so fett geworden!

Das Leben geht trotzdem weiter, 5 Kilo mehr oder weniger auf den Rippen.
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