Bluttat auf dem Kiez

Die ganze Nacht wimmelte es rund um den Hamburger Berg von Streifenwagen. Foto: Mann
Hamburg: „Ex-Sparr“ |

Streit um Drogen: Unbekannter verletzt 29-Jährigen – Lebensgefahr

Sascha Lucks, St. Pauli
Blutiges Ende einer feucht-fröhlichen Nacht: Ein junger Somalier wurde am Mittwoch, 8. August, niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Die Polizei sieht Drogengeschäfte als Motiv.
Mit Freunden ist Abdisarah I. in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch letzter Woche unterwegs, die jungen Menschen haben Alkohol getrunken. Um 0.25 Uhr dann die Bluttat: Nach einem kurzen Streit mit dem unbekannten Täter vor der Kneipe „Ex-Sparr“ kommt es zur Eskalation. Der Angreifer sticht plötzlich in die Brust seines Gegenübers. Der spitze Gegenstand, vermutlich ein Messer, trifft die Lunge des Opfers, der Mann wird lebensgefährlich verletzt.
Mehr als 100 Meter schleppt sich der 29-Jährige durch Nebenstraßen. In der Hein-Hoyer-Straße sackt er zusammen. Ein Notarzt versorgt den Verletzten, wenig später wird er im AK Altona notoperiert. Die Ärzte retten sein Leben.
Zur gleichen Zeit auf dem Kiez: Die Polizei, deren Sofortfahndung mit 17 Streifenwagen erfolglos blieb, sperrte den Tat-ort ab. Doch Täter und Waffe bleiben verschwunden.
Warum es zum Streit kam, ist bislang nicht genau geklärt. Polizei-Pressesprecher Andreas Schöpflin: „Es ging um Drogengeschäfte.“ Abdisarah I. ist ein vorbestrafter Dealer. Sein Gesundheitszustand ist instabil, er sei aber auf dem Weg der Besserung.
Die Polizei bittet Zeugen, sich unter Tel. 428 65 67 89 zu melden.
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