Blasen an den Füßen

Fast geschafft: Die Schüler freuen sich auf eine warme Mahlzeit und ein weiches Bett in der Jugendherberge. (Foto: Mirko Thun)

Zu Fuß nach Fehmarn: Klasse 8a der Stadtteilschule Bahrenfeld hat ihr Ziel fast erreicht.

Von Christopher von Savigny.
19 Achtklässler der Stadtteilschule (STS) Bahrenfeld sind vergangene Woche in das Abenteuer ihres Lebens gestartet: Innerhalb von knapp zwei Wochen wollen sie die Ostseeinsel Fehmarn erreichen - zu Fuß!
Begleitet wird die Klasse der 8a von drei Lehrern und Betreuern. Die strapaziöse Wandertour – inklusive zehn bis 15 Kilo Gepäck pro Person! – soll Ausdauer, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein der Schüler stärken. Das Wochenblatt berichtet, wie es den Jugendlichen bislang ergangen ist:
Nach einer Woche haben die Wanderer rund zwei Drittel der Strecke geschafft: Poppenbüttel, Bargteheide, Bad Oldesloe, Lübeck, Travemünde und Scharbeutz liegen hinter ihnen. Das wärmer gewordene Wetter bringt Schüler und Lehrer ordentlich ins Schwitzen: Insbesondere der hügelige Steilküstenweg zwischen Travemünde und Scharbeutz verlangt den Wanderern alles ab.
Nach insgesamt zwölf Kilometern sind schließlich alle so kaputt, das die Lehrerschaft einen Alternativplan beschließt: Wenn nichts mehr geht, darf die Klasse auch mal öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Leider stellt sich jedoch heraus, dass die Scharbeutzer Jugendherberge weder von Bus noch Bahn angefahren wird. „Wir hatten schon mit Meuterei gerechnet“, berichtet der Pädagoge Mirko Thun. Doch zur Überraschung aller kommt es anders: Ohne Murren schultern die Schüler ihre Rucksäcke und trotten wieder los. Allerdings „begleitet von vereinzelten Flüchen und wütenden oder verzweifelten Aufschreien“, wie Thun sehr plastisch per E-Mail beschreibt. Zur Belohnung darf die Klasse am nächsten Tag den Hansapark in Sierksdorf besuchen.
Insgesamt ist die Stimmung trotz bis 30 Kilometer langer Etappen, Blasen an den Füßen und anderer Wehwehchen prächtig: „Die Klasse hat sich toll entwickelt“, so Thun. „Reibereien klären sich meist von selbst und ohne Zutun der Lehrer. Alle zeigen sich sozial und gruppenverantwortlich.“ So hätten einige Schüler sogar das Gepäck einer Schülerin übernommen, der ihr Rucksack zu schwer geworden war.
Nächste Woche will die Klasse wieder in Bahrenfeld ankommen – das letzte Stück von Eutin aus wird per Bahn zurückgelegt. Ein Abschlussbericht folgt in der übernächsten Wochenblatt-Ausgabe.
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