Blankenese zu fein für Flüchtlinge?

Blankenese zu fein für Flüchtlinge?

Jahrzehnte gab es am Björnsonweg im Stadtteil Blankenese eine Flüchtlingsunterkunft. Mit Erfolg und mit tatkräftiger Unterstützung des kirchennahen Runden Tisches und engagierter Blankeneser. Hier ein Ausschnitt aus meinem Bericht vom Februar 2015.
Minoo ist Iranerin. Sie kam 1996 nach Hamburg. Sie kam in der Flüchtlingsunterkunft Björnsonweg mit ihren jetzt erwachsenen Kindern unter. Die Flüchtlingsunterkunft Björnsonweg gibt es nicht mehr, aber Minoo sagt: „Ich fühle mich geliebt und ich gebe diese Liebe vorurteilsfrei weiter. Mit Gott ist alles möglich. Björnsonweg war wie ein Paradies.“
Leider wurde die Unterkunft für den Bau für wohl überteuerte Wohnhäuser 2008 abgerissen. Hier zogen gut betuchte Eigentümer ein. Jetzt mussten diese Eigentümer erfahren, dass in direkter Nachbarschaft wieder Dauerunterkünfte für 194 Flüchtlinge gebaut werden sollen. Das erregte Unmut und Aufsehen. So hatte man sich das Wohnen hier nicht vorgestellt. Deshalb der Widerstand. Die alteingesessenen Bewohner im Björnsonweg und
angrenzenden Wegen und Straßen können die Aufregungen um die Flüchtlingsunterkunft nicht nachvollziehen. Auch das mediale Echo in den lokalen Gazetten muss jedem mit der Materie vor Ort vertrauten Bürger unverständlich sein. Es sind keine Blankeneser die dort im Björnsonweg neu zugezogen und auf Krawall gebürstet sind. Die wohnen da nur..
Heiner Fosseck
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